Fortbildung "Verhalten bei Amok-Lagen"

"Von dem Vulkan, der in mir brütet und kocht,
hat kein Mensch eine Ahnung."


2002: Insgesamt 17 Menschen sterben am 26. April bei einem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium, darunter Lehrer, Schüler, ein Polizeibeamter und letztlich auch der 19-jährige Täter selbst.

Das Zitat eines Amokläufers aus dem Jahre 1913 wie auch das erschütternde Ereignis von Erfurt waren am heutigen Donnerstagabend der inhaltliche Bezugspunkt einer Fortbildungsveranstaltung für Mitglieder der Hauptberuflichen Wachbereitschaft und Führungskräfte der FF Delmenhorst-Stadt. Referent war Polizeirat Thomas Weber, Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg Land. Nach dem Drama in Erfurt wurde auch seitens der Polizei diese Thematik aufgearbeitet und einsatzkonzeptionell auf den Prüfstand gestellt. Dabei wurde festgestellt, dass sich eine sogenannte "Amok-Lage" jederzeit sowohl im ländlichen Bereich als auch in Ballungsräumen ereignen kann, eine differenzierte Vorgehensweise im Gegensatz zu anderen Vorkommnissen erfordert und ein Zusammenspiel von Polizei, Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Behörden verlangt.

Diverse Feuerwehr-Führungskräfte waren bei der Fortbildung Amok-Lagen anwesend. Polizeirat Thomas Weber referierte bei der Fortbildung


Weber ging in seinen Ausführung auf die Besonderheiten der Täter, Tatumstände, Ereignisabläufe und die aus polizeilicher Sicht erforderlichen Maßnahmen sowie die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten der Koordinierung der unterschiedlichen Einsatzkräfte ein. Konkret stellte er dabei auch das für den hiesigen Bereich erarbeitete Einsatzkonzept vor. Der gut 90-minütige Vortrag schloss mit dem Wunsch Webers, dass die in vielen Bereichen schon bestehende gute Zusammenarbeit auch auf diese weitreichende Einsatz- wie auch größere Schadenslagen ausgedehnt bzw. noch optimiert werden kann.