Hier Florian Delmenhorst ... Ende!

Der erste Probealarm für die Delmenhorster Feuerwehren aus OldenburgJahrzehntelang kamen die Alarmierungen für die Einsatzkräfte der Delmenhorster Feuerwehren aus der hauseigenen Leitstelle, nun ist es damit vorbei. Nach langer Vorlaufzeit und umfangreichen Planungen ging am 14. August 2012 die Kooperative Großleitstelle Oldenburg (Anstalt öffentlichen Rechts) für die Stadt Delmenhorst auf Sendung. Die Leitstelle der Feuerwehr Delmenhorst wurde in diesem Zuge abgeschaltet, die bisherigen Disponenten sind künftig wieder für andere Aufgaben einsetzbar.

 

Für den Fall, dass bei der Umstellung größere Probleme entstehen sollten, hatten die Einsatzkräfte in Delmenhorst dennoch Vorkehrungen getroffen. So stand neben dem Personal der bisherigen Leitstelle, deren Notrufe nun abgeschaltet und deren Alarmierungstechnik nach Oldenburg umgeschaltet wurde, auch der Abrollbehälter Technische Einsatzleitung auf dem Hof der Feuerwache bereit. Für die Übergangsphase Delmenhorst / Oldenburg konnte so stets auf eine entsprechende Funkverbindung zurückgegriffen werden.

 

Einsatzkleidung neben dem Tanklöschfahrzeug: Durch eine Wachbereitschaft hätten die Kräfte der FF Stadt sofort mit drei Fahrzeugen ausrücken können.Damit aber auch bei Alarmierungsproblemen keine Engpässe entstehen konnten, hatten sich 15 Kameraden der FF Stadt auf Wache eingefunden, um eine Wachbereitschaft zu stellen. Einsatzleitwagen, Tanklöschfahrzeug und Drehleiter wären z.B. im Brandfall somit sofort besetzt gewesen. Weitere Kräfte waren telefonisch auf Abruf. Doch es blieb ruhig. Die Ehrenamtlichen nutzten die Zeit, verschiedene Büroarbeiten durchzuführen, Fahrzeuge zu waschen, Geräte zu überprüfen und ordentlich die Halle zu fegen.

 

Mit etwas Verzögerung wurde kurz vor 18 Uhr dann der erste Probealarm ausgelöst. Die Bereitschaft, die von 12 bis 18 Uhr angesetzt war, konnte daraufhin aufgelöst werden. Da die Umstellung allerdings an einem Dienstag erfolgte und somit für 19:30 Uhr Ausbildungsdienst angesetzt war, blieben viele Kameraden einfach gleich da. So hieß es dann einen Moment später auch schon "Hier Leitstelle Oldenburg, kommen" - und gegen 22:30 Uhr schallte erstmals eine weibliche Computerstimme aus den Lautsprechern und wies den Kräften der Berufsfeuerwehr den Weg zum ersten Einsatz mit der neuen Leitstelle.

 

Was für die Einsatzkräfte nun kleinere Umstellungen in Sachen Funk oder Einsatzablauf mit sich bringen mag, hat für den Delmenhorster keinerlei Änderungen zur Folge. Notrufe unter den Rufnummern 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst) werden, wie gewohnt und ohne Vorwahl, zuverlässig angenommen und entsprechende Rettungskräfte auf den Weg geschickt. Künftig vermutlich sogar noch schneller und gezielter. Und auch der Krankentransport funktioniert weiterhin mit der Rufnummer 19 222 - allerdings, und das ist wohl auch schon alles, nun mit der Oldenburger Vorwahl 0441.