Der 30. Geburtstag - ein flotter Feger unterwegs

Hoch soll er leben: Geburtstagskind René im Kreise seiner Kameraden

Seit der Jugend ist unser Kamerad René schon bei der Feuerwehr - und mit dem Februar 2013 ist er nun 30 Jahre alt geworden. Ein wichtiger Punkt bleibt noch zu erwähnen: René ist bislang nicht verheiratet. Da taten es seine Kameraden nur gern, ein altes Sprichwort von Wilhelm Busch leicht zu verändern. "Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör" sollte nun sehr bald zu "Es ist ein Brauch von alters her: Mit 30 Jahren fegt man mehr" werden. Und "mehr" im wörtlichen Sinne.

 

Zu seinem Geburtstag wollten René und seine Freundin nun also gemütlich Essen gehen. Ein Restaurant in der Innenstadt sollte es werden, nahe dem Rathausplatz. Das war zumindest das, was René wusste. Sein Halbzug wusste da von etwas anderem: "Rathausplatz, etwa 19 Uhr: René muss fegen" lautete da die Ansage. Und so sah der Plan aus: Man nehme einen 30-jährigen, ausreichend Holzhackschnitzel, einen Halbzug Feuerwehrleute und ausreichend verschwiegene Mitwisser im vertrauten Kreise. Anschließend verteilt man etwa eine mittlere Anhängerladung des erwählten Fege-Guts auf dem Rathausplatz und warte ab, bis das Geburtstagskind auftaucht.

 

Wie das so Brauch ist, "durfte" sich das Geburtstagskind natürlich zur Freude aller Anwesenden verkleiden. Die hatten ihm eine Jugendfeuerwehr-Kombination in schickem blau-orange, eine blonde Perücke und eine blinkende rote Nase zugedacht - verfeinert durch einige bunte Accesoires. Ein Handfeger und ein grober Reisigbesen sollten die technische Ausstattung zum Beseitigen des Kehrguts sein. Doch als es losgehen sollte, verschlug es unserem Fegemeister erst einmal die Sprache: Mit einer hoch geschlossenen Mulde fuhr ein weiterer Kamerad vor, um weitere Holzschnitzel zu liefern. Nach einer guten Stunde unter Tröten und Anfeuerungsrufen, aber auch so einigen menschlichen Hürden in Sachen Fegen, erlöste die 8-jährige Neele René dann endlich und küsste ihn frei. So durfte sich der "flotte Feger" nun endlich selbst eine Auszeit gönnen und Etwas essen und trinken, während seine Kameradinnen und Kameraden mit vereinten Kräften den Besen schwangen.

 

Wir sagen an dieser Stelle noch einmal "Danke" für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Delmenhorst und der Firma Paul Walter, die uns für diese gelungene Überraschungsaktion die Hackschnitzel zur Verfügung stellte. Wir sind sicher, René wird diesen Geburtstag in guter Erinnerung behalten.

 

  • Umziehen: Das Geburtstagskind bekommt seine Arbeitskleidung.
  • Die Gesichter sprechen Bände: Die Mulde mit den Hackschnitzeln kommt angefahren.
  • Aufstellung bitte - René darf loslegen.
  • Auf gehts...
  • ...wenn da nur nicht immer...
  • ...diese Kinder wären...
  • ...und DIESE Kinder erst!
  • Aber René schlägt sich tapfer!
  • Und kurz darauf...
  • ...ist er erlöst. Endlich!
  • Jetzt dürfen die Jungs und Mädels ran...
  • Mit vereinten Kräften werden die Schnitzel zusammengetragen.
  • Jetzt nur noch in die Mulde und der Rathausplatz ist wieder sauber.
  • Hatten wir das Transparent erwaähnt? Nein?
  • Und nochmal zur Erinnerung: Aufstellung bitte!
  • Als kleines Geschenk gab es nochmal alle Beteiligten auf einem T-Shirt verewigt. Irgendwann ist sicher geeignetes Wetter zum Tragen... ;-)