Großübung beim städtischen Baubetriebshof

Einsatzkräfte der FF Stadt stehen bei der Großübung vor der Absperrung zu einem Gefahrenbereich.Mit insgesamt rund 65 Kräften und zwölf Fahrzeugen absolvierte die Freiwilligen Feuerwehren Delmenhorst-Stadt und Delmenhorst-Süd am Dienstagabend eine umfangreiche Einsatzübung auf dem Gelände des Baubetriebshofes der Stadt Delmenhorst. Die bereits eine Woche zuvor angesetzte Übung musste aufgrund des Großeinsatzes beim City-Hotel kurzfristig verschoben werden.

Angenommene Ausgangslage war ein im hinteren Bereich des Bauhof-Geländes in einem Werkstatt- und Lagergebäude ausgebrochenes Feuer. Der Brand drohte in weitere Bereiche des Gebäudes vorzudringen. Gefährdet waren insbesondere die Lackiererei und die Tischlerei des Baubetriebshofes. Ein Mitarbeiter, der sich und ein Fahrzeug aus der Lagerhalle vor dem Feuer in Sicherheit bringen wollte, kollidierte in Panik mit einem im Außenbereich abgestellten Gefahrgut-Behälter, der leck schlug. Des Weiteren wurde ein Betriebsangestellter unter einem Mast eingeklemmt.

Die von der Übungsleitung alarmierten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Delmenhorst-Stadt und Delmenhorst-Süd gingen aufgrund des noch unklaren Gefahrenpotenzials behutsam vor. Nach ersten Informationen wurden mehrere Betriebsangehörige vermisst. Hinweisschilder, Blinklampen, Fotomontagen und ein „panischer Betriebsangehöriger“ des Bauhofes gaben den Einsatzkräften Informationen zum vorgesehenen Übungsszenario, um so die gedachte Situation möglichst realistisch zu vermitteln und darzustellen.

Hauptaufgabe der Einsatzleitung war die Strukturierung des Einsatzes in mehrere Aufgabenschwerpunkte und die Koordinierung der verschiedenen Einheiten. Neben der Menschenrettung und Brandbekämpfung im inneren und äußeren Bereich des Gebäudes musste die aus dem leck geschlagenen Gefahrgut-Behälter entweichende Flüssigkeit aufgefangen und der Behälter abgedichtet werden. Aufgrund des angenommenen Gefahrstoffes Aceton war dieses nur unter Vollschutzkleidung möglich. An anderer Stelle wurde das technische Gerät des Rüstwagens benötigt, um die unter dem Mast eingeklemmte Person zu retten. Ebenso musste eine ausreichende Wasserversorgung sichergestellt werden.

 

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