Gefahrgut-Übung am Delfina

Ein Trupp unter Chemikalienschutzanzügen nähert sich dem Gefahrenbereich bei der Gefahrgut-Übung am Delfina.Der Tag der offenen Tür ist gerade vorbei, und schon wieder herrscht Aufregung in der Nähe der Feuerwache. Diesmal allerdings nicht auf dem Gelände der Feuerwehr, sondern nur wenige Meter weiter beim Delmenhorster Freizeitbad Delfina, welches am heutigen Montagabend Schauplatz einer besonderen Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt in Zusammenarbeit mit Feuerwehrkräften aus Ganderkesee bzw. dem Landkreis Oldenburg war.

Folgendes Szenario wurde angenommen:
Im technischen Betriebsbereich des Schwimmbads entweicht bei Fasswechselarbeiten eine größere Menge gefährlichen Chlorgases und gefährdet Personal sowie Besucher und die benachbarten Wohnbereiche. Die ca. gegen 19:30 Uhr alarmierten Einsatzkräfte der Gefahrgutgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt und des zur Unterstützung ebenfalls angeforderten Gefahrgutzuges des Landkreises Oldenburg haben die Aufgabe, das Leck zu suchen und unter Wahrung des persönlichen Eigenschutzes schnellstmöglich abzudichten. Gleichzeitig werden Maßnahmen eingeleitet, die entstandenen Gaswolken mit Wassernebel niederzuschlagen, um so möglichst eine Ausbreitung der Dämpfe zu unterbinden. Parallel dazu wurden Messungen veranlasst, um den Schadstoffgehalt in der Umgebungsluft und damit einen potenziell möglichen Gefährdungsgrad der Bevölkerung einzuschätzen.

Hauptziel dieser speziellen Gefahrgut-Übung war neben der Überprüfung der Leistungsbereitschaft der Delmenhorster Gefahrgutgruppe das Testen der bei solchen Gefahrenlagen wichtigen Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften aus dem Landkreis Oldenburg. Insgesamt haben sich an der gut 90-minütigen Übung beim Delfina rund 60 Feuerwehrleute mit 12 Fahrzeugen von Delmenhorster und Ganderkeseer Seite beteiligt.

Übrigens: Das solche Einsatzübungen nicht an den „Haaren herbeigezogen“ sind, sondern durchaus sehr realistische Hintergründe haben, beweist sich durch einen vergleichbaren Vorfall im Schwimmbad in Kirchweyhe: Hier kam es vor gut einer Woche zu einem realen Chlorgas-Austritt, der große Teile der Feuerwehren des Landkreises Diepholz beschäftigte.

 

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