Waldbrandübung auf der Großen Höhe

Gut zu Fuß unterwegs waren die Einsatzkräfte der FF Delmenhorst-Stadt bei der Waldbrandübung auf der Großen Höhe.Gut zu Fuß sein mussten die Einsatzkräfte der FF Delmenhorst-Stadt an diesem Dienstabend, denn als Szenario für diese Einsatzübung hatte man einen Waldbrand auf der Großen Höhe angenommen, den es zu bekämpfen und dessen Ausbreitung es zu verhindern galt.

Stichwort Große Höhe: Bei der Großen Höhe handelt es sich um ein etwa 1,5 x 5 Kilometer großes Mischwaldgebiet am Rande der Wildeshauser Geest und in südöstlicher Nähe zur Stadt Delmenhorst. Es wird als Naherholungsgebiet genutzt. Auch befindet sich dort ein Schullandheim. Weiter nutzt die Bundeswehr Teile als Übungsgelände. Landwirtschaftliche Flächen, Bundeswehrliegenschaften, ein Segelflugplatz und ein Baggersee knüpfen an das Gebiet an.

Lage: Die anrückenden rund 40 Einsatzkräfte wurden mit der Situation konfrontiert, es bewege sich ein Feuersaum aus südlicher Richtung nordwärts und bedrohe Waldflächen und das inmitten dieser liegende Schullandheim. Bei trockener Wetterlage und sommerlichen Temperaturen ein durchaus realistisches Szenario. Als Wasserentnahmestellen in diesem Bereich standen ein Tiefensaugbrunnen in einigen hundert Metern Entfernung sowie die Delme zur Verfügung.

Maßnahmen: Die Einsatzleitung entschied, einen Waldweg als Brandschneise zu nutzen und Vorbereitungen zu treffen, um diese zu halten. Hierzu wurde im westlichen Bereich die Wasserentnahme mittels Tragkraftspritze des LF 16-TS aus der Delme vorbereitet, während im Osten das LF 16-2 Stellung am Tiefensaugbrunnen bezog. Mittels Schlauchmaterial des LF 16-TS und LF 16-1 wurde, unterstützt von der Besatzung des MZF, im westlichen Einsatzabschnitt eine Riegelstellung mit 4 C-Strahlrohren aufgebaut. Im östlichen Einsatzabschnitt wurden weiterhin 4 bis zeitweise 5 Strahlrohre vorgenommen, um diese Schneise zu halten. Hier kamen die Besatzungen von TLF 24/50, LF 16-2 und WLF 1 mit AB-Schlauch zum Einsatz, während der ELW 1 von der Hauptzufahrtsstraße aus den Einsatz koordinierte.

Die zu bewältigenden Aufgaben bei dieser Übung lagen, anders als bei den üblichen Szenarien, auf folgenden Schwerpunkten:

  • Wasserversorgung über lange Wegstrecke und im unwegsamen Gelände
  • Bildung von Einsatzabschnitten sowie
  • Einsatzstellenkommunikation über Funk bzw. mittels Melder

Letztere wurde schon durch den dichten Bewuchs und reichlich Funkschatten extrem erschwert und auch die zu bewältigenden Wegstrecken von mehreren hundert Metern forderten Mensch und Material nicht wenig. So wurden nach ersten Schätzungen ca. 600-1000 Meter B-Schlauch verlegt. Dennoch, und obwohl man entschied, nicht noch mehr Schlauchmaterial zu verlegen, konnten die genannten Punkte zur Zufriedenheit aller abgearbeitet werden. Kleine Verbesserungen werden dabei natürlich immer möglich sein, aber: Dafür sind unsere Übungen ja da...
 
 
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