FF DEL-Stadt übt beim BNVHS

Unter Atemschutz im Einsatz waren die Aktiven der FF Stadt bei der Einsatzübung beim BNVHS 2009.Feuer beim Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen (BNVHS) an der Johann-Schmidt-Straße, vermutlich noch mehrere Personen im Gebäude! So lautete am heutigen Dienstagabend die Einsatzmeldung für gut 50 Feuerwehrfrauen und -männer der FF Delmenhorst-Stadt. Doch trotz der ernsten Lage hielt sich das Adrenalin in Grenzen, denn den Aktiven war klar: Ist kein realer Einsatz, wie Tags zuvor an der Welsestraße, sondern „nur“ eine Einsatzübung.

Dennoch: Kaum jemanden war klar, mit welchem Szenario die mit neun Fahrzeugen nach und nach ausrückenden FF-Aktiven beim BNVHS konfrontiert wurden. Nebelmaschinen, schriftliche Regie-Hinweise, Blinklampen sowie Fotomontagen sorgten dafür, dass die Übungssimulation möglichst realitätsnah vermittelt wurde. Die sommerlichen Temperaturen taten ihr weiteres dazu, dass die Aktiven in ihren Einsatzanzügen ordentlich ins Schwitzen kamen.

In der Holzwerkstatt der Einrichtung war es, so die vorgesehene Lage, wegen eines technischen Defektes zu einem Entstehungsbrand und einer anschließendem Verpuffung von Sägespänen gekommen. Das Feuer und vor allem der starke Brandrauch konnten sich aufgrund nicht geschlossener Brandschutztüren schnell in angrenzende Werkstattbereiche ausbreiten, so dass zwei Personen der Fluchtweg abgeschnitten wurde. Die Einsatzkräfte standen somit vor der primären Aufgabe, in dem ihnen unbekannten Gebäude die vermissten Personen zu finden und zu retten. Zwei Handwerker konnten sich nicht mehr rechtzeitig vom Flachdach in Sicherheit bringen und mussten mittels der Drehleiter aus ihrer misslichen Lage aus dem Obergeschoss des Gebäudes in Sicherheit gebracht werden.

Um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern, musste gleichzeitig ein effektiver Löschangriff vorbereitet werden, der wiederum durch eine ausreichende Löschwasserversorgung abgesichert werden musste. Ebenso waren Vorkehrungen zu treffen, um den eingesetzten Atemschutzkräften bei einem etwaigen Notfall schnelle Hilfe zukommen lassen zu können. Dies war auch notwendig, denn während des „Einsatzes“ ließ ein Atemschutztrupp durch eine über Funk abgesetzte „MAYDAY“-Meldung erkennen, dass er dringend Unterstützung benötigte.

Mehrere Führungskräfte der Feuerwehr beobachteten während der gesamten Übung das Vorgehen ihrer Kameradinnen und Kameraden und hielten fest, wie die einzelnen Aufgaben bzw. Abläufe umgesetzt wurden. Die Erkenntnisse werden im Rahmen einer gemeinsamen Nachbesprechung weiter aufgearbeitet.

 

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