Vermisstensuche Im Delmegrund

Auch mit dem Boot wurde nach der vermissten Person bei der Einsatzübung gesucht.Eine Einsatzübung der etwas anderen Art hatten die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt am 16. November zu meistern. Die angenommene Lage: Zwei Arbeiter wurden bei Baumarbeiten am Ufer des Delmegrundsees "Mili" (ehemalige Militärbadeanstalt) von Sägeholz getroffen und werden vermisst. Das Übungsszenario sieht dabei vor, dass Taucher der DLRG nicht einsatzbereit sind.

Mit Eintreffen der ersten Kräfte stellen sich folgende Aufgaben: Die Suche und Rettung der beiden Vermissten muss eingeleitet werden. Aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit und damit verbundenen Dunkelheit ist der Suchbereich um den See weiträumig auszuleuchten. Außerdem ist eine Abschnittsbildung vorgesehen, um die anrückenden Kräfte koordiniert zum Einsatz zu bringen.

Mit vier Löschgruppenfahrzeugen, darunter dem LF 8 der Jugendfeuerwehr, einem Tanklöschfahrzeug, Drehleiter, Rüstwagen, Mannschaftstransportfahrzeug mit Bootstrailer, Einsatzleitwagen und einem Wechselladerfahrzeug samt Abrollbehälter Einsatzleitung rücken die Ehrenamtlichen Brandschützer in Folge an. 57 Einsatzkräfte sind es, die schließlich in drei Abschnitten arbeiten und den See ausleuchten, um die Vermissten zu finden. Mit zwei Booten wird der See abgesucht, mit diversen Lichtmasten und Beleuchtungsgruppen das Ufer erhellt. Dabei haben die Einsatzkräfte, anders als im Ernstfall, auch einige Schutzzonen zu beachten, in denen Tier und Natur nicht gestört werden dürfen.

An Ideen mangelt es nicht, wie man am Schnellsten zum Ziel gelangen kann. Die eigenen Ressourcen geben, vom eigenen ELW 1 und dem zur Beobachtung anwesenden Kommandowagen des Einsatzleitdienstes, zwei Wärmebildkameras her, mit denen der Uferbereich und die Wasseroberfläche abgesucht werden. Mit Zweiertrupps oder in Suchketten durchforsten die Einsatzkräfte mit Handscheinwerfern zudem das bewaldete Ufer, was sich als nicht ganz einfach herausstellt. Einen Polizeihubschrauber, Rettungshunde oder Einsatztaucher gibt es hingegen diesmal nicht.

Gegen 21:15 Uhr, der See liegt noch im Scheinwerferlicht, kann dann das Übungsende ausgerufen werden. Die Einsatzkräfte nehmen ihr Gerät zurück. Ob die Übungsziele erreicht wurden, muss nun eine Auswertung ergeben.

 

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