Feuer auf landwirtschaftlichem Anwesen

Blaulichter zuckten bei der Einsatzübung im Dezember 2010 in Schohasbergen durch Dunkelheit und Schnee.Bei Schnee und Minusgraden absolvierten 22 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt am 14. Dezember die letzte Einsatzübung des Jahres 2010: Eigentlich war der letzte Dienstabend schon eine Woche zuvor gewesen.

Zwei Löschgruppenfahrzeuge, Drehleiter und Einsatzleitwagen rückten somit am Dienstagabend zum Schohasberger Weg aus, um auf dem landwirtschaftlichen Anwesen eines Hasberger Kameraden zu üben. Die Lage forderte den Aktiven dabei einiges ab: In einem Wirtschaftsgebäude, das direkt an ein Wohnhaus und eine weitere Scheune grenzte, war im Erdgeschoss ein Feuer ausgebrochen. Drei Personen wurden in dem weitläufigen und völlig verrauchten Gebäude vermisst. Das Feuer hatte sich derweil durch die hölzerne Decke bis in den Heuboden-Bereich ausgebreitet. Und die nächste Wasserentnahmestelle war etwa 250 Meter weit entfernt.

Der Löschzug, der anrückte, meisterte die Aufgaben wie folgt: Ein Löschgruppenfahrzeug fuhr direkt vor das Objekt, um von dort aus mit der Menschenrettung zu beginnen. 1600 Liter Löschwasser aus dem Fahrzeugtank standen für die Eigensicherung zur Verfügung. Zwei Atemschutztrupps rüsteten sich umgehend aus. Die Drehleiter bereitete eine Riegelstellung zwischen Wirtschafts- und Wohngebäude vor, um ggf. sofort eingreifen zu können, sollte das Feuer sich weiter ausbreiten. Die Besatzung des zweiten Löschgruppenfahrzeuges nutzte derweil die mitgeführte Tragkraftspritze (TS), um bei der Wasserentnahme aus dem Löschwasserbrunnen nicht die einzige Zuwegung zum Hof zu blockieren. Das Fahrzeug zog nach dem Absetzen der TS vor und diente als Verstärkerpumpe bei der Wasserförderung.

Mittels B-Schlauchleitung wurde das erste Löschgruppenfahrzeug mit Löschwasser versorgt. Simuliert allerdings, da bei den vorherrschenden Temperaturen niemand das Risiko eingehen wollte, durch das Löschwasser und selbst verursachte Glätte Unfälle zu provozieren.
Nach Herstellung der Wasserversorgung gingen weitere Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Zur Abriegelung wurden auch im Außenbereich zwei Strahlrohre in Stellung gebracht, während die Drehleiter den Arbeitsbereich ausleuchtete und der Einsatzleitwagen den Verlauf der Übung minutiös dokumentierte.

Nach 35 arbeitsreichen Minuten hatte die Truppe die Aufgaben vor Ort erfolgreich gelöst. Die letzten Glutnester auf dem Heuboden, durch Blinkleuchten simuliert, waren "gelöscht" worden, alle drei Personen befanden sich im Freien und galten somit als dem Rettungsdienst übergeben. Die Atemschutztrupps kontrollierten noch einmal die Räumlichkeiten und das Gebäude wurde mittels zweier Überdrucklüfter rauchfrei gemacht.

Nach dem Bestücken der Fahrzeuge und einer Nachbesprechung im Schulungsraum, bei heißen Würstchen und kühlen Getränken, ging es nun auch für die an der Übung beteiligten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt in die Winterpause. Planmäßig findet der nächste Übungsdienst jetzt erst wieder im Februar statt.

 

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