ABC-Unfallszenario zur Dekon-Übung

Dekontamination von Einsatzkräften übten alle vier Halbzüge der FF Delmenhorst-Stadt 2011.Abwechselnd übten in den letzten Wochen alle vier Halbzüge der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt den Einsatz bei ABC-Gefahren. Besonderer Wert wurde dabei auf die Rahmenbedingungen gelegt:

  • Absperrbereiche aufbauen und einhalten
  • Aufbau der Dekon-Strecke
  • Anlegen der Schutzausrüstung und Gewöhnung an diese
  • Durchgang kontaminierter Einsatzkräfte durch die Strecke
  • Stoffidentifikation und Funkabwicklung durch den Einsatzleitwagen
Ausgangslage für die Übungen war ein verunfalltes Transportfahrzeug (dargestellt durch das MZF der FF Stadt), welches gefährliche Stoffe und Güter geladen hatte. Die anrückenden Kräfte sahen sich mit der Aufgabe konfrontiert, das Fahrzeug und sein Ladegut auf Leckagen hin zu überprüfen sowie gegebenenfalls eine Menschenrettung durchzuführen. Das alles unter gebührendem Abstand oder mit entsprechender Schutzkleidung, wie Chemikalienschutzanzügen, zur Sicherheit der Einsatzkräfte.

Zum Einsatz kamen bei den Übungen regelmäßig verschiedene Löschfahrzeuge, die jedoch immer durch den Einsatzleitwagen (Information und Kommunikation) und den Gerätewagen Umweltschutz (Schutzkleidung und Gefahrstoffausrüstung) ergänzt wurden. Personal wurde zum Teil weiterhin mit dem Mannschaftstransportfahrzeug befördert.

Das Vorgehen der Einsatzkräfte folgte einem festen Schema, das als GAMS bekannt ist. Es steht für:
  • Gefahr erkennen
  • Absperren
  • Menschenrettung durchführen
  • Spezialkräfte anfordern

Entsprechend wurde der Übungseinsatz abgearbeitet. Nach dem Erkennen des Gefahrgutunfalls (gemäß Meldung) sperrten die Einsatzkräfte zuerst den Gefahrenbereich in einem Abstand von etwa 50 Metern ab. So konnten auch bei dieser Übungslage weder Zivilpersonen noch Einsatzkräfte versehentlich in den Wirkungsbereich eines vermeintlichen Gefahrstoffes kommen. Danach wurde die Einsatzstelle näher erkundet, bei Bedarf eine Menschenrettung (unter Berücksichtigung des Eigenschutzes) durchgeführt. Die Anforderung von Spezialkräften bezog sich in diesem Übungsszenario speziell auf den Gerätewagen Umweltschutz und den Einsatzleitwagen, die das nötige Equipment und Bedienpersonal mitbrachten.

Für die Ersteinsatzkräfte war nach kurzer Zeit die Dekon-Strecke zur Säuberung aufgebaut. Auch die schwarze Einsatzkleidung aus Nomex-Fasern, die einen leichten Spritzschutz gegen Chemikalien bietet, wurde grob gereinigt, bevor die Trupps den Gefahrenbereich verlassen durften. Nach dem Anlegen der Chemikalienschutzanzüge konnten schließlich weitere Trupps die leckgeschlagene Ladung in Überfässern verstauen, womit ein weiterer Gefahrstoffaustritt verhindert wurde.
 
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