Person verschüttet - Ortung und Rettung

Rettungshunde kamen bei der Rettungsübung der FF Stadt im August 2011 zum Einsatz.Auf dem Gelände der Entsorgungsfirma Walter-Recycling an der Nordenhamer Straße übten Teile der FF Delmenhorst-Stadt am 16.08. die technische Rettung einer verschütteten Person. Da es nicht immer optisch möglich ist, die verschüttete Person zu finden, wurde für diese Übung die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Lemwerder um Unterstützung bei der Ortung gebeten.

Nach einer kurzen Vorstellung der Rettungshundestaffel wurden die verschiedenen Möglichkeiten der Ortung angesprochen, und hier die in diesem Fall stattfindene biologische Ortung im besonderen.

Ein Rettungshund kann maximal 20 Minuten die Suche durchführen und muß dann durch einen frischen Hund ersetzt werden, da 20 Minuten Schnüffeln im Vergleich einen Marathon für einen Menschen bedeutet. Desweiteren erschweren Rauch, Hitze und Staub die Sucharbeit für einen Hund erheblich. Einen Fundort einer lebenden Person zeigt der Hund durch verbellen an und das macht er so lange bis ein Hundeführer zur Stelle ist. Danach word dann ein weiterer Hund eingesetzt um die Fundstelle zu verifizieren. Erst danach wird mit den Arbeiten zur Befreiung der Person begonnen.

Ebenfalls wurde im Vorfeld besprochen welche Gefahren in einem Trümmerkegel vorhanden sind und auf welche Besonderheiten bei so einem Einsatz zu achten sind. Nach der Lagebekanntgabe wurden von der Rettungshundestaffel eine Suche mit zwei Hunden durchgeführt. An einer Stelle schlugen beide Hunde nacheinander an, so dass mit der Befreiung der Person begonnen werden konnte. Natürlich wurde kein Mensch verschüttet, die zu rettende Person wurde durch eine Puppe dargestell; die Hunde haben eine reale Person, die sich an anderer Stelle versteckt hatte, gefunden.

Nach der erfolgreichen Ortung der Person (Puppe) konnte mit der technischen Rettung begonnen werden. Dabei galt es, das Gewicht der über der Person befindlichen Betonplatte und der sonstigen Trümmer einzuschätzen, das geeignete Gerät zur Befreiung der Person auszuwählen und diese so schonend wie möglich durch geeignete Rettungsmittel aus dem Trümmerkegel zu transportiren. Bei der notwendigen Eile durften auch die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen nicht außer Acht gelassen werden.

Da der Trümmerkegel in diesem Fall sehr stabil lag, konnte durch Abtragen von Trümmerteilen und Freigraben der Person diese nach kurzer Zeit befreit und mittels Schleifkorbtrage aus dem Gefahrenbereich transportiert werden und das Übungsszenario als beendet erklärt werden. Die Rettungshundestaffel nutzte die zur Verfügung stehende Zeit, um mit den insgesamt fünf Hunden, die mitgebracht wurden, die interne Ausbildung in einer neuen Umgebung durchzuführen. An dieser Stelle noch mal einen großen Dank and die Hundestaffel Lemwerder für die beeindruckende Unterstützung.

 

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