Eisrettung auf dem Wolleparksee geübt

Die FF Delmenhorst-Stadt übte im Februar 2012 die Eisrettung auf dem Wolleparksee.Sogar auf dem Sonntagnachmittag war gestern Ausbildungsbetrieb bei der FF Stadt. Spontan hatten sich die Aktiven zu einer Übung verabredet. Bereits vor Wochen hatten sich diverse Kameradinnen und Kameraden gemeldet, die Interesse an einer Eisrettungsausbildung hatten. Jetzt hatte die Stadt Delmenhorst am Donnerstag-Nachmittag die Eisdecken mehrerer Gewässer mit über 14 Zentimetern als tragfähig genug für mehrere Personen eingestuft, was (natürlich "auf eigene Gefahr") einer Freigabe gleichkam. So wurde es Zeit, die Übung anzugehen, da bereits für die kommenden Tage wieder Tauwetter angesagt war und ein sicheres Betreten des Eises unmöglich würde.

 

Um 15 Uhr trafen sich daraufhin 22 Kameraden der FF Delmenhorst-Stadt im Schulungsraum, um theoretisch die Grundlagen der Eisrettung durchzugehen. Anhand einer Präsentation wurden zuerst die Einflüsse von Zuflüssen, Bodenwärme, Strömungen und Rissen im Eis besprochen und die einzelnen Schichten der Eisdecke erläutert. Es folgte die Vorstellung verschiedener Rettungsmittel und die Vorgehensweise mit diesen sowie Erste Hilfe bei Unterkühlung. Auch durften die Richtlinien zur Eisrettung nicht fehlen, bevor es an die Praxis ging.

 

Mit zwei Löschgruppenfahrzeugen, Rüstwagen und Mehrzweckfahrzeug rückten die Ehrenamtlichen daraufhin zum Wolleparksee aus. Die Eisdecke war dick genug zum Schlittschuhlaufen, so dass das Tragen von Schwimmwesten eher dem Zweck diente, auch das Gefühl der Fortbewegung mit dieser einmal zu erleben. Ohne Leine ging allerdings im Rahmen der Übung niemand aufs Eis. So trainierten jeweils drei Gruppen wie es geht, sich mit Steckleiterteilen und dem Schlauchboot mit Eisrettungsschlitten auf dem Eis fortzubewegen. Eine vierte Gruppe übte, wie mit einem leeren Schaummittelkanister und Feuerwehrleine ein provisorischer Rettungsring geworfen wird und wie man durch Herumlaufen um kleinere Gewässer bzw. Einbruchstellen zügig eine Leinenverbindung zum Eingebrochenen herstellen kann. Nachdem jeder in einer Gruppe die Übung gemacht hatte, wechselten die Gruppen.

 

Etwa drei Stunden nach Beginn des Dienstes machten die Ehrenamtlichen zum Abmarsch fertig. Ihr erstes Fazit: Unter den gegebenen Bedingungen konnte der Einsatz des Schlauchboots mit Eisrettungsschlitten als am Schnellsten bewertet werden. Die Methode mit den Leiterteilen ist auf dem rutschigen Untergrund gewöhnungsbedürftig, doch fast immer umsetzbar, da fast alle Fahrzeuge mit Steckleitern und Feuerwehrleinen ausgestattet sind. Allerdings sollte man sich ein Leiterteil quer zum Verunfallten legen, um die Auflagefläche an der Abbruchkante zu erhöhen und einen Widerstand für die eigene Leiter zu schaffen - zumal der Eindruck entstand, so ließe sich ein Verunglückter auch leichter auf die Leiter und auf dieser zügig ans Ufer ziehen. Nur die Drehleiter als Rettungsmittel mag noch schneller sein, doch kommt sie leider nur selten bis ans Gewässer heran.

 

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