Kellerbrand in Mehrfamilienhaus war Übungsszenario

Eine Person wird bei der Übung über eine Steckleiter gerettet.

Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus, mehrere Personen vom Brandrauch eingeschlossen oder vermisst: So lautete die Alarmmeldung für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt am Dienstagabend. Unter Führung von Einsatzleiter Christian Tempelmann rückten daraufhin rund 40 Einsatzkräfte mit 7 Fahrzeugen zur Einsatzstelle in den „Wollepark“ aus.

Das von Oberlöschmeister Björn Starost und Löschmeister Florian Rosen ausgearbeitete Szenario war Bestandteil einer der vierteljährlich stattfindenden Einsatzübungen der FF Stadt und sah vor, das in einem Mehrfamilienhaus ein Kellerbrand mit sehr starker Rauchentwicklung ausgebrochen sein sollte und das hierbei mehrere Personen im 1. und 2. Obergeschoss vermisst werden.

 

Die Lage stellte sich für die als erstes eintreffende Fahrzeugbesatzung dann folgendermaßen dar:

  • Rauch strömt aus dem Eingangs- und Kellerbereich, das Treppenhaus ist bis ins 2. OG komplett verqualmt
  • 2 Personen haben sich im rückwertigen Bereich des Wohnkomplexes auf einem Balkon im 2. OG in Sicherheit gebracht und rufen um Hilfe.
  • Eine unbekannte Anzahl von Personen befindet sich noch in Ihren Wohnungen oder hat sich in andere Bereiche des Gebäudes geflüchtet


Die Hauptaufgabe der Einsatzkräfte war die Suche nach den vermissten Personen und deren Rettung. Im Einsatzverlauf konnten so mehrere Personen (simuliert durch Säcke und eine Puppe) über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht werden. Erschwert wurde die Personensuche allerdings immer wieder durch verschlossene Türen, die erst gewaltsam geöffnet werden mussten. Die beiden Personen, die sich auf der Rückseite des Gebäudes auf einem Balkon befanden, wurden über eine tragbare Steckleiter in Sicherheit gebracht. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung im Keller mit dem in den Fahrzeugen mitgeführten Löschwasser begonnen und eine dauerhafte Wasserversorgung aus umliegenden Hydranten aufgebaut.


Wie sich im Einsatzverlauf herausstellte, gab es in einer Wohnung im 1. OG zudem einen Entstehungsbrand, der vermutlich durch eine bei der Flucht der Bewohner umgestoßene Lampe entstanden war. Auch hier musste kurzfristig reagiert und eine Brandbekämpfung eingeleitet werden.

Nachdem „Feuer aus“ und alle Personen gerettet“ gemeldet werden konnte, wurden die betroffenen Bereiche des Gebäudes noch einmal mit einer Wärmebildkamera überprüft, ob noch evtl. „Glutnester“ vorhanden sind. Des Weiteren wurde ein Druckbelüfter in Stellung gebracht, um das Gebäude vom Rauch zu befreien.


Das Fazit, das Stadtbrandmeister und Beobachter Dieter Speckels nach der Übung zog, war durchweg positiv und er bedankte sich auch noch einmal ausdrücklich bei der Hausverwaltung, die die Nutzung des leerstehenden Gebäudes für diese Übung ermöglicht hatte.

 

  • Rauch wabert durch das Gebäude und dessen Treppenraum.
  • Auf der Rückseite warten zwei Personen auf ihre Rettung - auch der Kamerad mit Helm ist Darsteller.
  • Der Gruppenführer des zuerst eingetroffenen Fahrzeugs bei der Erkundung.
  • Trupps rüsten sich am Fahrzeug aus...
  • ...und gehen ausgerüstet in den Einsatz.
  • Die Eingangstür muss gewaltsam geöffnet werden.
  • Der Einsatz wird vorbereitet, Schläuche werden ausgelegt.
  • Aus der Deckung heraus wird die Tür geöffnet.
  • Dicht am Boden kriecht der Trupp in den Rauch...
  • ...der die Sicht erheblich behinderte.
  • Vor dem Gebäude wird die Drehleiter in Stellung gebracht.
  • Weitere Fahrzeuge treffen ein.
  • Auf der Rückseite des Gebäudes geht eine Gruppe zur Menschenrettung vor.
  • Eine Steckleiter wird zur Einsatzstelle getragen...
  • ...und dort...
  • ...zusammengesteckt.
  • Die Leiter wird am Gebäude in Stellung gebracht...
  • ...und optimal ausgerichtet.
  • Im Gebäudeinneren arbeiten sich zeitgleich Atemschutztrupps nach oben vor.
  • Von Außen betreten Feuerwehrleute das Haus über Leitern.
  • Vom Treppenraum aus...
  • ...durchsuchen die Trupps die einzelnen Wohneinheiten.
  • Der erste zu rettende Bewohner wird, durch eine Leine gesichert, über eine Leiter gerettet.
  • Er steigt dabei selbständig ab.
  • Die Drehleiter steht auf der anderen Seite des Hauses in Bereitschaft.
  • Nahe des Eingangs stehen die Atemschutzüberwachung sowie ein Sicherheitstrupp (links im Bild).
  • Auch die zweite Person auf dem rückwärtigen Balkon wird mit einer Leine gesichert, um...
  • ...wenig später über die Steckleiter gerettet zu werden.
  • Ein Schritt noch: Geschafft!
  • Eine Person wird medizinisch versorgt, die andere betreut. Vorn und blau gekennzeichnet ein Beobachter der Übung.
  • Die Übung lief ruhig und geordnet ab. Hier die Lage am Zugang vor dem Brandobjekt.
  • Innen wird derweil unter Atemschutz eine weitere Person, dargestellt durch eine Puppe, gerettet.
  • Bei sommerlichen Temperaturen rann dabei einiger Schweiß bei den Atemschutztrupps.
  • Der Sicherheitstrupp musste nicht eingreifen und lauschte dem Geschehen am Funk.
  • Mit der Drehleiter wurden schließlich noch einmal die Stockwerke abgefahren.
  • So konnten alle oberen Etagen schnell kontrolliert werden.