Vollbrand in einem mittelständischen Unternehmen - Übung

Gemeldet wurde durch einen Anrufer aus der Nachbarschaft, daß aus dem Dach der Produktionshalle einer Bootsbau-Firma Flammen schlagen. Die Berufsfeuerwehr (BF), der diensthabende Einsatzleitdienst (ELD) und die zuständige Ortsfeuerwehr waren aufgrund anderer Aufgaben nicht verfügbar. Somit wurde die Ortsfeuerwehr Stadt mit der Meldung "Gebäudebrand mittel" alarmiert.

Da die Kameraden bereits gerade zum Antreten vor Dienstbeginn auf Wache waren, konnten schnell die Fahrzeuge besetzt werden. So fuhr nach kurzer Zeit der "Löschzug" bestehend aus dem Einsatzleitwagen (ELW), dem Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) und dem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/16) zur Einsatzstelle. 

Auf Hälfte der Anfahrtstrecke wurden die Drehleiter (DLK 23/12) und das Tanklöschfahrzeug (TLF 20/20) durch der Zugführer nachgefordert. Bereits bei der Anfahrt wurde auch das Wasserentnahmestellenverzeichnis durchgesehen und da sich dabei eine als mittelmäßige zu bewertende Löschwasserversorgung heraustellte, wurde auch die Wasserförderkomponente mit Wechselladerfahrzeug (WLF) und Abrollbehälter (AB-Schlauch) angefordert.

Zum Firmengelände gehört ein Außenbereich mit Booten, Container für Lagerzwecke und eine Fertigungshalle in der mehrere Boote untergestellt / bearbeitet werden können. An der Fertigungshalle liegt auch ein angrenzendes Wohnhaus. Im Hauptgebäude befindet sich ein kleiner Bürobereich sowie ein Lager. Im Objekt und auf dem Gelände befinden sich an unterschiedlichen Standorten diverse Mengen an Hölzern, Metallen, Lacken, Ölen, Kunstharze.

In der Produktionshalle war es im Bereich einer Elektroverteilung zu einem Kurzschluss gekommen mit anschließender Brandausbreitung und der damit verbundenen Verqualmung. Aufgrund der gelagerten Materialien kam es zu einer sehr schnellen Ausbreitung auf die gesamte Halle, so daß etwa 10 Minuten nach Bemerken des Feuers durch Nachbarn die gesamte Produktionsstätte in Vollbrand stand.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war der Brand soweit fortgeschritten, daß ein Innenangriff unter Atemschutz bereits nicht mehr möglich war.

Ziele der Übung waren die Sicherstellung einer angemessenen Löschwasserversorung mit Brunnen, eine Brandbekämpfung durch einen Aussenangriff sowie das Verhindern einer Brandausbreitung auf das angrenzende Wohnhaus und auf weitere Lagercontainer auf dem Betriebsgelände. Dabei wurde das Basiswissen der Führungskräfte und der Mannschaft überprüft.

Nach gut 1 1/2 Stunden hieß es dann "Übung beendet". Mit vielen Erkenntnissen für den weiteren Ausbildungsdienst ging es dann zurück zur Wache.

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