Abrollbehälter Technische Einsatzleitung (AB-TEL)

Abrollbehälter Technische Einsatzleitung (AB-TEL) der Feuerwehr DelmenhorstAls Abrollbehälter bezeichnet man solche Behälter, die von einem Wechselladerfahrzeug je nach Bedarf wechselweise aufgenommen und zu einer Einsatzstelle befördert werden können.

Der Abrollbehälter Technische Einsatzleitung dient der Aufnahme der Einsatzleitung bei Großschadensfällen, in denen die Führung durch einen Einsatzleitwagen ELW 1 nicht mehr ausreichend wäre. Von der Ausstattung kommt der Abrollbehälter Einsatzleitung so einem Einsatzleitwagen der Kategorie 2 gleich. Er verfügt über einen Besprechungs- und einen separaten Funkraum mit drei Arbeitsplätzen.

Der Besprechungsraum ist mit einem Beamer und einem PC-Arbeitsplatz mit spezieller Software für Einsatzleitung und Katastrophenschutz ausgestattet. Auch ein Telefonanschluss steht hier zur Verfügung. Eine Klimaanlage regelt die Temperatur im Abrollbehälter je nach Bedarf.

Der Funkraum verfügt über drei rechnergestützte Arbeitsplätze. Jeder Arbeitsplatz im Funkraum ist mit Funk und Telefon sowie einem PC ausgestattet. Von hier aus lassen sich verschiedene Funkkreise gleichzeitig bedienen, um Einheiten im Einsatz gezielt einzusetzen und Meldungen zu dokumentieren. Verschiedene Einsatzunterlagen, Führungshilfsmittel und Kommunikationseinrichtungen runden die Ausstattung des Abrollbehälters ab.
 
Realisierung: GSF Sonderfahrzeugbau
   
Baujahr: 2009
   
L x B x H: 6,00 x 2,55 x 3,00 Meter
   
 Beladung: • Klimaanlage
  • Umfeldbeleuchtung
  • Stromerzeuger 13 kVA
  Powermoon zur weiteren Ausleuchtung
  • Markise als Wetterschutz
  • Vorzelt zur Anbindung an die Markise
  • pneumatischer Funkmast mit roter Blitzleuchte (zeigt: Standort der Einsatzleitung)
  • 3 Funkplätze im Funkraum
  • Telefonanlage samt Nebenstelle und Mobiltelefonen
  • Server für die PC-Arbeitsplätze
  Beamer samt PC-Arbeitsplatz im Besprechungsraum
  • Projektionsleinwand vom Typ SmartBoard
  • Internetzugang via UMTS
  • Nachschlagewerke
  • verschiedene Funktionskennzeichnungswesten
  • Absperrmaterial
  Notfalltasche
 

 

  • Der Abrollbehälter Technische Einsatzleitung der Feuerwehr Delmenhorst auf einem Wechselladerfahrzeug.
  • Der Abrollbehälter, kurz AB-TEL genannt, wurde 2009 von der Firma GSF Sonderfahrzeugbau im emsländischen Twist realisiert. Er entspricht im wesentlichen einem Einsatzleitwagen ELW 2.
  • In Transportrichtung rechts und somit in der Regel der Fahrbahn abgewandt befinden sich die Zugänge zum Besprechungs- und Funkraum (von links). Seitlich und hinten befindet sich je ein Geräteraum.
  • Rundum befindet sich eine, nach Bedarf separat schaltbare, Umfeldbeleuchtung. Eine reflektierende Konturmarkierung sorgt für zusätzliche Sicherheit beim unbeleuchteten Abrollbehälter.
  • In Transportrichtung vorne links befindet sich die Stromeinspeisung des Abrollbehälters samt Sicherungskasten und Anzeigeelementen. Auch die Umfeldbeleuchtung lässt sich hier schalten.
  • Hinter der Abdeckung befinden sich zwei Batterien für die Stromversorgung in der Zeitspanne, in der keine Einspeisung stattfindet, sowie Sicherungen und FI-Schutzschalter.
  • In der Abdeckklappe des Sicherungskastens ist ein Ladegerät des Typs LEAB ABC 2450 mit Blindleistungskompensation integriert. Unerwünschte Blindströme werden durch dieses beseitigt.
  • An der Außenseite des Sicherungskastens sind Stromein- und ausspeisung sowie Schalter für Warnblinker und die Umfeldbeleuchtung vorhanden. Auch die Phasen der Stromeinspeisung werden angezeigt (L1-3).
  • Im heckseitigen Geräteraum sind der 13kVA-Stromerzeuger samt Abgasschlauch, zwei Leitungsroller und drei Kunststoffboxen mit Material untergebracht.
  • Die Kunststoffboxen mit der Heckbeladung. GR/3: Stromeinspeisekabel, Erdungskabel plus Hammer und Antennenkabel für den Funkmast. GR/2: Vorzeltzubehör und Trichter. GR/1: Vorzelt.
  • Der Erdungsspieß befindet sich rechtsseitig oben im rückwärtigen Geräteraum.
  • In Transportrichtung rechts befindet sich ein weiterer Geräteraum mit einigem Material.
  • Hier lagern eine Notfalltasche, ein wenig Reinigungsmaterial inklusive Besen (rechts) und ein Powermoon-Leuchtballon zur blendfreien Ausleuchtung samt Stativ (noch im Geräteraum).
  • An der vorderen des AB-TEL ist ein pneumatischer Funkmast angebracht. Die Kombi-Antenne für 4m- und 2m-Band-Funk ist fest montiert und nur abgeklappt. Die rote Blitzleuchte kennzeichnet die Einsatzleitung.
  • Unten am Mast und am Rahmen des Abrollbehälters ist jeweils eine Erdungsschraube angebracht.
  • Mit dem Kabel und der Klemme oder alternativ dem Spieß kann der Abrollbehälter somit geerdet werden.
  • Die Multifunktionsantenne für 2- und 4m-Band-Funk im aufgerichteten Zustand. Hier sind die Antennenkabel bereits angeschlossen.
  • Die Nahaufnahme zeigt die Zugentlastung der Antennenkabel (Karabinerhaken) am Mast. Sie verhindert ein Herausrutschen durch das Eigengewicht der Kabel und eine Beschädigung dieser dadurch.
  • Im Kasten neben dem Funkmast werden die Antennenkabel angeschlossen. Der Kasten besitzt extra eine Öffnung nach unten hin, durch die die beiden Kabel geführt werden.
  • Um eine richtige Zuordnung zu gewährleisten sind die Anschlüsse sowohl oben am Mast als auch im Kasten und die Stecker am Kabel selbst farblich in gelb und rot markiert.
  • Die angeschlossenen Antennenkabel im Schaltkasten neben dem Mast. Wieder sind die farblichen Zuordnungen zu erkennen. Ausgefahren wird der Mast übrigens mit dem Schalter unten rechts.
  • Das Einfahren des Funkmastes funktioniert mit einem Ablassventil im unteren Bereich des Mastes. Hierdurch wird der aufgebaute Luftdruck entlassen und der Mast fährt langsam ein.
  • In Transportrichtung des Abrollbehälters vorne rechts befindet sich der Zugang zum Funkraum mit drei vollwärtigen Arbeitsplätzen. An der Tür ist innen ein Auftritt befestigt.
  • Das Herzstück des Abrollbehälters ist dieser Serverschrank in der Ecke. Er beherbergt den PC-Server und auch die Funktechnik sowie eine Lautsprecheranlage. An der Seite ist eine Magnettafel angebracht.
  • Insgesamt lassen sich unabhängig voneinander drei 4m-Band- und fünf 2m-Band-Funkkanäle schalten.
  • Über den Funkgeräten befinden sich die Antennenanschlüsse. Hier lassen sich die Funkgeräte von der normalen Dachantenne auf den Funkmast umschalten. Auch eine Digitalfunkvorbereitung ist vorhanden.
  • Ganz oben im Serverschrank befindet sich der PC-Server. Auf diesem sind drei PC-Arbeitsplätze im Funkraum und ein Arbeitsplatz im Besprechungsraum aufgeschaltet.
  • Unten im Serverschrank befindet sich die Lautsprecheranlage. Rechts wird sie eingeschaltet (roter Punkt), daneben zwischen Durchsage und Bandaufschaltung umgeschaltet. Die Lautstärke reguliert man links.
  • Ganz unten im Serverschrank befinden sich die Switch-Panel für die Netzwerkkabel. Neben dem Serverschrank befindet sich, für den Bedarfsfall, ein CO2-Feuerlöscher.
  • Rechts an der Wand neben dem Serverschrank befindet sich eine Leiste mit 10 2m-Band-Handsprechfunkgeräten in entsprechenden Ladegeräten. Alle Geräte verfügen über Handmonophone.
  • Darunter steht ein Brother-Multifunktionsgerät zum Drucken, Scannen, Faxen und Kopieren. Rechts daneben ist eine Leiste mit Mobiltelefonen in Ladeschalen angebracht.
  • Die Mobiltelefone gehören zu einer Telefonanlage. Die Nummern sind fest vergeben. Die Geräte werden im Bedarfsfall z.B. an den Einsatzleiter, Abschnittsleiter oder Fachberater ausgegeben.
  • Die Schubladen im Funkraum: Nr. 4. Hier liegen einige Headsets für den Funk und diverse Ersatz-Netzwerkkabel für die Verbindungen zum Server.
  • Schublade Nr. 3: Hier liegen die Aufbauanleitung, Einsatzunterlagen und Schlüssel für die Schaltschränke.
  • Schublade 5 beherbergt Büroausstattung, Schreibgeräte und eine Ablage für zu schredderndes Papier.
  • In Schublade Nr. 7 liegen drei Stabtaschenlampen mit Gurt-Tragering und Werkzeug.
  • In Schublade Nr. 6 liegt ein Ladegerät für Akkus sowie eine Telefondose mit Verlängerungskabel.
  • In Schublade Nr. 8, darunter, liegen die passenden analogen Telefone und weiteres Kabel. Hiermit lässt sich im Bedarfsfall eine drahtgebundene Telefonverbindung aufbauen.
  • Schublade Nr. 9: Hier liegen diverse Ersatzakkus für Handsprechfunkgeräte, weitere Handfunkgeräte, Ladestationen und Reinigungsmittel.
  • Gegenüber von Serverschrank und Regalsystem sind die drei PC-Arbeitsplätze des AB-TEL angeordnet. Die Bürostühle werden bei Nicht-Benutzung durch Hochfahren unter die Tischplatte gesichert.
  • Ein Blick auf einen der Arbeitsplätze. Sie sind alle gleichwertig ausgestattet. Hier Platz 3, in der Mitte. Oben links, vor Platz 1, befindet sich die Durchreiche zum Besprechungsraum.
  • Das Funken kann auf drei Wegen erfolgen: Handapparat, Headset oder Mikrofon am Platz. Das Bedienteil kann alle Funkkreise aufschalten. Gelbe Symbole stehen für aktive Kreise. rot für Mithören des Kanals.
  • Über jedem Arbeitsplatz im Funkraum ist je eine rote Leuchte angebracht. Wird von einem Funkplatz gesendet, leuchtet das rote Licht auf. So wissen auch die Funker neben einem, dass gerade gesprochen wird.
  • Ganz oben über den Arbeitsplätzen findet sich diese Ansicht: Oben sind die USB-Anschlüsse und Laufwerke der einzelnen PC-Arbeitsplätze angeordnet, darunter je ein Aufzeichnungsgerät für den Funk.
  • Im linken Staufach oberhalb der Arbeitsplätze finden sich diverse Unterlagen zum Abrollbehälter.
  • Im rechten Staufach liegt Kleinmaterial für die PC-Arbeitsplätze bereit (in der Box). Zudem liegen hier je drei T-Shirts verschiedener Größen.
  • Die T-Shirts sind mit dem Feuerwehr Delmenhorst-Emblem und Rückendruck TEL versehen: Wechselkleidung für die Besatzung, falls sie (z.B. mit nasser Kleidung) aus anderen Funktionen auf den AB-TEL wechselt.
  • Im Arbeitsplatz-Bereich verbaut sind auch diese Elemente: Radio mit CD-Spieler, Schaltung für rote Rundumkennleuchte auf dem Mast, Batteriewarnanzeige und Mikrofon für Durchsagen per Lautsprecheranlage.
  • Die Lautsprecheranlage befindet sich auf dem Dach des Abrollbehälters (kugelförmig). Dahinter sind die beiden, getrennt schaltbaren, Klimaanlagen für Funk- und Besprechungsraum zu sehen.
  • Die Bedienteile der Klimaanlagen befinden sich jeweils innen, an der Decke der Räume.
  • Der (hintere) Besprechungsraum wird durch eine separate Tür betreten.
  • Direkt links vom Eingang befindet sich ein Schranksystem mit Tür und mehreren Schubladen. Hier lagern Einsatzunterlagen, Funktionskennzeichnungswesten und weitere Einsatzhilfsmittel.
  • Zentrales Element an der Rückwand des Abrollbehälters ist dieses SmartBoard. Stifte und Schwamm funktionieren digital, das System arbeitet mit PC- und Beamerunterstützung.
  • Rechts vom SmartBoard sind weiterer Stauraum und digitaler Funkuhr sowie an der Außenwand ein magnetisches Whiteboard vorhanden.
  • Hinter der Tür finden sich diverse Ablagefächer und verpacktes Kaffeegeschirr für längere Einsätze.
  • Vom Eingang aus rechts befindet sich eine Sitzgruppe mit Besprechungstisch. Unter der Glasplatte liegen eine Waldbrandeinsatzkarte und ein Stadtplan.
  • Auch im Besprechungsraum ist ein PC-Arbeitsplatz samt Telefon vorhanden. Rechts neben dem Monitor ist die Durchreiche zum Funkraum zu sehen.
  • Über dem Tisch und mittig im Raum hängt ein Beamer, um Bilder vom PC auf die Videowand des SmartBoards zu projizieren. Hinten in der Ecke der UMTS-Router für Internetverbindungen.
  • Zur Steuerung des Beamer-Menüs ist eine Fernsteuerung vorhanden.
  • Die Fenster des Abrollbehälters lassen sich mit diesen Funktionsrollos verschließen. Entweder lässt sich ein helles, dünnes Rollo als Insektenschutz schließen, oder aber diese Verdunkelung.
  • Am PC-Arbeitsplatz des Besprechungsraums lassen sich mit dem System TecBOS digitale Lagekarten erstellen.
  • Die TecBOS-Lagekarte wird bei Bedarf auch auf dem SmartBoard dargestellt.
  • Neben der Darstellung von Einsatzstellen und Abschnitten, kann gleichzeitig das laufende Fernsehprogramm eingeblendet werden, um z.B. die Nachrichten zu verfolgen.
  • Auch Bilder lassen sich in die Lagekarte einbinden, um beispielsweise Vorgänge im Einsatzgeschehen visuell darzustellen.
  • An der Außenseite des Abrollbehälters lässt sich über den Eingangstüren eine Markise ausfahren.
  • Das Zubehör für die Markise lagert im Sitzkasten gegenüber der Eingangstür im Besprechungsraum in einer grauen Segeltuchtasche. Auch Absperrmaterial liegt hier bereit.
  • Die Markise lässt sich mit einer Handkurbel ausfahren (neben der Behälterstirnseite an der Markise einzuhängen).
  • Im ausgefahrenen Zustand lässt sich an der abgestützten Markise ein Vorzelt anbringen. Die Anbringung ist farblich gekennzeichnet: Die Farben an der Markise entsprechen den Anbauteilen aus der Tasche.