Feuerwehranhänger Schaum-Wasser-Werfer (FwA-SWW)

Feuerwehranhänger Schaum-Wasser-Werfer (FwA-SWW) der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-StadtAls Feuerwehranhänger werden Anhänger bezeichnet, die über eine feuerwehrtechnische Beladung verfügen oder Einsatzmittel für bestimmte Zwecke mitführen.

1986 wurde das Fahrgestell des Feuerwehranhängers für den Schaum-Wasser-Werfer in Eigenleistung bei der Feuerwehr Delmenhorst gebaut. Der Werfer, ein Modell der Firma Minimax, lässt sich darauf ebenso betreiben wie auch vom Anhänger unabhängig. Für den Einsatz auf dem Trailer sind Abstützungen und Unterlegkeile vorhanden. Zudem werden auf dem Anhänger auch acht 20l-Kanister mit Schaummittel sowie ein Ansaugschlauch mitgeführt.
 
Realisierung: Eigenbau / Minimax
   
Baujahr: 1986
   
L x B x H: 3,90 x 2,00 x 2,00 Meter
   
 Beladung: • kombinierter Werfer für Wasser und Schaum
  • Zumischer für Schaummittel, selbstansaugend, im Schaumrohr integriert
  • 8 x 20 Liter Mehrbereichsschaummittel in Kanistern an Bord
  • Einspeisung des Löschwassers durch 3 B-Eingänge
  • Wasserabgabe bis zu 2000 Liter pro Minute
  • Wurfweite bis zu 70 Meter
  • Deflektor zur Veränderung der Strahlform von Voll- zu Sprühstrahl
 
  • Der Feuerwehranhänger Schaum-Wasser-Werfer der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt. Ein Eigenbau von 1986.
  • Auf dem Trailer aufgebaut ist ein kombinierter Werfer der Firma Minimax. Daneben werden Kanister mit Mehrbereichsschaummittel mitgeführt.
  • Der Werfer ist, anders als modernere und per Hand schwenkbare Werfer, nur mit Handrädern verstellbar. Das kann auch von Vorteil sein, wenn ein bestimmtes Ziel dauerhaft beschossen werden soll.
  • Der Anhänger kann bequem auch mittels Kleinfahrzeugen, wie einem Mannschaftstransporter, zum Einsatzort gebracht werden.

  • Vor dem Einsatz sind die Abstützungen herunterzulassen. Das gilt natürlich auch in jedem anderen Fall, in dem der Anhänger ohne Zugfahrzeug abgestellt werden muss.
  • Gegen ungewolltes Wandern des Werfer-Anhängers im Einsatz, helfen die mitgeführten Unterlegkeile. Die Stütze im Vordergrund hält den Werfer in Position. Sie muss vor dem Betrieb gelöst werden.
  • Die Draufsicht: Die roten Handräder dienen zum Drehen und Neigen des Werfers, die silbernen Handräder links und rechts öffnen die jeweiligen Werfer-Rohre. Das Handrad oben verstellt den Deflektor.
  • Das Typenschild des Werfers lässt das Baujahr erahnen: 1986 gab es noch vierstellige Postleitzahlen. Wichtiger für das Bedienpersonal: 2000 Liter pro Minute lassen sich bei 8 bar auf das Ziel schießen.

  • Ungewöhnlich ist der Ansaugschlauch für das Schaummittel: Normalerweise werden Schläuche der Größe D (25mm) verwendet. Dieser Ansaugschlauch besitzt eine C-Kupplung (52mm).
  • Hier wird der Ansaugschlauch angeschlossen: Das linke Werfer-Rohr ist als Schwerschaumwerfer ausgelegt. Die Zumischrate von 3-6% Schaummittel wird durch den Hebel geregelt.
  • Ein Blick in das Schaumrohr: Das zuvor durch Injektion entstandene Wasser-Schaummittel-Gemisch wird mit Luft verwirbelt. So entsteht der im Einsatz benötigte und mit viel Wasser versetzte Luftschaum.
  • Beim genauen Blick auf den Werfer wird noch einmal die Aufteilung deutlich: Das linke Rohr ist für den Schaumeinsatz, das rechte Rohr für Wasser allein. Ein Manometer zeigt den aktuellen Druck an.

  • Massiv: Durch diese Federn wird das Werfer-Rohr gehoben oder gesenkt.
  • Am Ende der Werfer-Rohre ist ein so genannter Deflektor angebracht. Steht er hoch, wie hier, tritt der Wasser- oder Schaumstrahl als Vollstrahl aus.
  • Dreht man den Deflektor, wie hier, herunter, wird das Strahl des Werfers zerstreut. Es entsteht ein Sprühstrahl, der nicht so scharf auf sein Ziel trifft.
  • Wichtiger Hinweis: Aufgrund des langen Werfer-Rohres und des daran angrenzenden Deflektors, kann es bei Kurvenfahrten schon mal eng werden. Gegen Schäden hilft da, ganz hochzukurbeln.