Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/16), DEL-FW 75

Hilfeleistungslöschfahrzeug vom Typ HLF 20/16 der FF Delmenhorst-StadtBei Hilfeleistungslöschfahrzeugen handelt es sich um Feuerwehrfahrzeuge, die aufgrund ihrer technischen Beladung bei der Brandbekämpfung und kleineren bis mittleren Hilfeleistungen zum Einsatz kommen. Mit dem mitgeführten Schlauchmaterial werden sie ebenso zur Förderung von Löschwasser eingesetzt.

 

Die Bezeichnung HLF 20/16 steht für die Bezeichnung nach der DIN-Norm, nach der das Einsatzfahrzeug gebaut wurde. Das "HLF" bedeutet Hilfeleistungslöschfahrzeug, während die erste Zahl, 20, für die Pumpenleistung von mindestens 2000 Litern pro Minute steht. Die zweite Zahl, die 16, steht für den Tankinhalt von mindestens 1600 Litern. Dabei kann der tatsächliche Inhalt des Löschwassertanks durchaus über der Mindestanforderung liegen, wie es auch beim HLF der FF Stadt der Fall ist.

 

Das Hilfeleistungslöschfahrzeug wurde ab 2012 gebaut und am 18. Juli 2013 vom Werk aus nach Delmenhorst überführt. Seit 31. Juli 2013 ist das HLF 20/16 das im Einsatz zuerst ausrückende Fahrzeug der FF Stadt. Es verfügt über eine umfassende Beladung, mit der verschiedenste Einsatzszenarien bewältigt werden können.

Nachfolgend erste technische Informationen und Bilder des Fahrzeugs.

 

Fahrgestell: Iveco 160 E 30
   
Aufbau: Iveco Magirus Brandschutztechnik
   
Baujahr: 2012/2013
   
Technische Daten: Straßenantrieb
  300 PS Motorleistung
  zGG 16t
   
L x B x H: 8,70 x 2,50 x 3,30 Meter
   
Besatzung: 9 Personen (Löschgruppe)
   
Pumpe: fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe FPH 10/2000
  mit einer Leistung von mindestens 2000 l/Min. bei 10 bar
   
Schnellangriff: 50 Meter S25-Schlauch mit C-Hohlstrahlrohr
   
Löschmittel: 2200 Liter Löschwasser
  120 Liter Mehrbereichsschaummittel
  12 kg ABC-Löschpulver
  6 kg CO2
   
Sonstiges: 6 Pressluftatmer mit Atemanschlüssen, davon 4 in der Mannschaftskabine
  Gerätesatz Absturzsicherung gemäß DIN 14800 Teil 17
  Wärmeschutzkleidung Form 3 
  Wathosen (2 Stück)
  mobiler Rauchverschluss
  Schlauchpaket
  Überdrucklüfter mit Verbrennungsmotor
  Stromerzeuger 14 kVA
  Beleuchtungssatz (tragbar) und Lichtmast am Fahrzeugheck
  hydraulisches Rettungsgerät inkl. Airbagsicherung und Zubehör
  - Spreizer SP49 mit tragbarem Single-Aggregat Weber E-Compact
  - Schere RS170-105 mit tragbarem Weber Single-Aggregat E-Compact
  - Pedalschneider und drei Rettungszylinder 
  Mehrzweckzug MZ16 
  2 hydraulische Winden mit je 10t Hubkraft
  Hebekissensatz
  Motorkettensäge
  Säbelsäge
  2 Tauchpumpen (TP 4/1)
  Nass-Sauger (Typ: Nilfisk Alto Attix 751-71)
  Klappleiter
  4-teilige Steckleiter
  3-teilige Schiebleiter
  Schornsteinfegerwerkzeugsatz
  Krankentrage und Spineboard
  Hygieneboard mit Waschbürste und Druckluftpistole
  Fremdstartsteckdose (NATO)

 

 

  • Seit 31.7.2013 im Einsatzdienst: Das HLF 20/16 der FF Delmenhorst-Stadt.
  • Das Heck ist mit der inzwischen üblichen Warnmarkierung versehen.
  • 5 gelbe LED-Blitzer ergänzen die Warnung des nachfolgenden Verkehrs.
  • Blaulicht, wohin man blickt: Die rote Grundfarbe wird durch viel Licht und helle Flächen unterbrochen.
  • Neu sind die seitlichen Blitzlichter, die vorn am Aufbau die Blicke auf sich ziehen.
  • Ein Bild, das es nun öfter geben wird: Das HLF 20/16 mit voller Beleuchtung!
  • Apropos Licht: Den Einstieg in die Mannschaftskabine markieren LED-Lichtbänder...
  • ...während bei Nachtfahrten rote Innenraumbeleuchtung dafür sorgt, dass der Fahrer nicht geblendet wird, während sich die Mannschaft ausrüstet.
  • Die Beladung ist umfangreich: Stromerzeuger, Lüfter, Hygieneboard und mehr. Die hinteren Radkästen werden bei Bedarf zum Auftritt.
  • Heckseitig werden zwei Ein-Personen-Schlauchhaspeln mitgeführt. Rechts außen ist der Lichtmast mit sechs Strahlern angebracht.
  • Der Maschinistenbedienstand im rückwärtigen Geräteraum. Oben der Schnellangriffsschlauch mit Strahlrohr.
  • Die Beladung der Fahrerseite: Hier finden sich Kleinlöschgeräte und Material zur technischen Rettung.
  • Auch die Feuerwehr bleibt nicht verschont, doch wenn das HLF einmal nicht anspringen sollte, hilft die Fremdstarteinrichtung weiter.
  • Daneben, in Geräteraum 1, liegt das hydraulische Rettungsgerät bereit. Das Bild entstand Anfang August; einige Kästen sind noch leer.
  • Auf dem Auszug in Geräteraum 3 lagern zwei von sechs Atemschutzgeräten und die Kleinlöschgeräte.
  • Bei einer Stadtfeuerwehr seltener im Einsatz sind Saugschläuche; 4 von 6 lagern daher auf dem Dach - dafür schon paarig vorgekuppelt.