Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40), DEL-FW 80

TLF 20/40 der Feuerwehr DelmenhorstTanklöschfahrzeuge sind Löschfahrzeuge mit eingebautem Löschwasserbehälter. Sie werden zur Brandbekämpfung sowie zum Transport von größeren Mengen Löschwasser benutzt.

Beim TLF 20/40 handelt es sich um ein Tanklöschfahrzeug mit einem besonders großen Löschwasserbehälter und leistungsstarker Feuerlöschkreiselpumpe. Das TLF verfügt über einen fest installierten Werfer mit auswechselbarer Düse für Wasser und Schaum auf dem Fahrzeugdach, 2 tragbare Wasserwerfer und 2 Hydroschilder zum Erzeugen von Wasserschleiern mit je mehreren Metern Höhe und Breite.

Aufgrund seiner Ausstattung eignet sich das TLF 20/40 besonders zur Brandbekämpfung bei Großfeuern oder zum Transport von Löschwasser in Gebiete mit schlechter Löschwasserversorgung. Für den Einsatz auf der Autobahn verfügt das Fahrzeug über eine Heckwarneinrichtung mit orangen LEDs sowie mehrere Faltsignale und retroreflektierende Leitkegel von 75 Zentimetern Höhe, die mit einer Sackkarre bequem ausgebracht werden können.
 
Fahrgestell: Iveco 140 E 30
   
Aufbau: Iveco Magirus Brandschutztechnik
   
Baujahr: 2010
   
Technische Daten: Allradantrieb
  300 PS Motorleistung
  zGG 14,5t
   
L x B x H: 6,70 x 2,50 x 3,30 Meter
   
Besatzung: 3 Personen: Löschtrupp
   
Pumpen: fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe FPH 10/2000
  mit einer Leistung von 2000 l/Min. bei 10 bar
   
Schnellangriff: 30 Meter S28-Schlauch mit C-Hohlstrahlrohr
   
Löschmittel: • 4000 Liter Löschwasser
  • 200 Liter Mehrbereichschaummittel
  • 12 kg ABC-Löschpulver
  • 6 kg CO2
   
Sonstiges: • 2 Pressluftatmer mit Atemanschlüssen
  • 2 Hydroschilde C
  • 2 tragbare Wasserwerfer
  • fest installierter Schaum-Wasserwerfer auf dem Fahrzeugdach
  • Überdrucklüfter, explosionsgeschützt, durch Wasserturbine betrieben
  Wärmeschutzkleidung Form 3 (2 Stück)
  Schaum-Schnellangriff PRO/pak
  HiPress-Hochdrucklöscher
  • Wassersauger
  • umfangreiches Verkehrssicherungsmaterial
  Öl-Auffangwanne
 

 

  • Das Tanklöschfahrzeug TLF 20/40 wurde 2010 als Ersatz für ein TLF 24/50 von 1980 in Dienst gestellt.
  • Das 14,5 Tonnen schwere Fahrzeug bringt es auf 300 PS Motorleistung.
  • Eine reflektierende Konturmarkierung sowie große, weiße Flächen erhöhen die Sichtbarkeit des feuerroten Fahrzeugs.
  • Auffällig ist zudem der Lichtbalken, der Elektro-Martinshorn, Lautsprecher und Blaulicht beherbergt. Mittlerweile ist das Fahrzeug auch mit einem kräftigeren Pressluft-Martinshorn ausgestattet worden.
  • Der Innenraum ist übersichtlich gestaltet, ein Dachwerfer für Wasser und Schaum vorhanden.
  • Das TLF 20/40 besitzt eine Rettbox-Air - Druckluft- und Stromeinspeisung, die beim Anlassen des Fahrzeugs automatisch den Stecker auswirft.
  • Der Geräteraum 1 auf der Fahrerseite: Hier lagern Atemschutzgeräte, Überdrucklüfter, Notfalltasche und Wassersauger.
  • Die Pressluftatmer können zum Anlegen bequem herausgezogen und heruntergeklappt werden.
  • Darunter lagern Kleinlöschgeräte: Eine HiPress (links) sowie ein Pulverlöscher.
  • Geräteraum 3, Fahrerseite, beherbergt zudem einen CO2-Löscher, Schlauchmaterial und Werkzeuge.
  • Geräteraum 5, Fahrerseite: Hier lagern ein Schnellangriffsverteiler, Material zur Schaumbildung und zwei C-Schlauchtragekörbe.
  • Auch ein PRO/pak-Schaumschnellangriff gehört zur Beladung. Das Gerät verfügt über drei verschiedene Schaumrohraufsätze.
  • Der Abgasschlauch ist unter dem Heck eingeschoben, wo er leicht entnommen werden kann. Die leicht schräg aufsteigende Leiter führt zum begehbaren Dach.
  • Neben der Leiter ist im heckseitigen Geräteraum die Pumpensteuerung untergebracht. Auch die Atemschutzüberwachungstafel lagert im Heck.
  • Die Pumpe des TLF wird mittels Human Machine Interface (HMI) gesteuert.
  • Auf dem Dach lagern unter Anderem vier Saugschläuche und der eingeklappte Dachwerfer mit Zubehör. Nicht im Bild sind der Schaumrohraufsatz für den Werfer, drei Feuerpatschen und ein Einreißhaken.
  • Der Dachwerfer im Ruhezustand.
  • Als Absturzsicherung können links und rechts Gitter hochgeklappt werden. Rechts der Zubehörkasten für den Werfer.
  • Der Dachwerfer im aufgerichteten Zustand mit Hochstrahlrohr-Düse. Bei Werferbetrieb während der Fahrt kann sich ein Feuerwehrmann mit dem Sicherheitsgurt in der Metallöse am Werfer einhaken und sichern.
  • Unter der Abdeckung verborgen und nun sichtbar befindet sich ein weiteres HMI-Bedienteil.
  • Hier, am HMI, lassen sich verschiedene Funktionen auch vom Dach aus steuern. Monitorbetrieb bedeutet übrigens die Abgabe von Löschmittel über den Dachwerfer (Monitor).
  • Mit anderer Düse ausgestattet kann über den Werfer auch Schaum abgegeben werden.
  • Zwei Anschlüsse auf dem Dach ermöglichen das Ansaugen und Zumischen von Schaummittel aus dem Fahrzeugtank (200 Liter) oder aus externen Behältern.
  • Im Geräteraum 6, Beifahrerseite hinten, sind verschiedene Armaturen untergebracht. Dazu zählen Standrohr und Hydrantenschlüssel ebenso wie verschiedene Strahlrohre.
  • Neben Schaum- und Mehrzweckstrahlrohren sind mehrere Hohlstrahlrohre vorhanden.
  • Geräteraum 4, Beifahrerseite: Hier lagern zwei tragbare Wasserwerfer, B-Schlauchmaterial und diverse Blitzleuchten.
  • In Geräteraum 2 finden sich Ölbindemittel in Kanistern, Ölauffangwanne (stehend, gelb), Schaufeln und Besen. Auch sind hier zehn 75cm hohe Leitkegel samt Sackkarre und drei Faltsignale verlastet.
  • Für den Maschinisten sind alle wichtigen Daten auf einen Blick sichtbar in der Kabine angebracht.
  • Das Armaturenbrett wirkt leer: Viele Schalter wurden durch das HMI überflüssig. Rechts das Bedienteil mit Statusgeber für den Funk, oben ein Mikrofon für den Lautsprecher.
  • Viele Systeme lassen sich aus der Kabine mittels Human Machine Interface steuern. Dazu zählt Funk ein/aus ebenso wie Blaulichter, Martinshorn, Heckwarner und Umfeldbeleuchtung.
  • An der Rückwand der Kabine befinden sich zwei Adalit-Handlampen und zwei Funkgeräte für die Besatzung.
  • In den Kabinenecken sind zusätzliche Lautsprecher vorhanden. Sie dienen z.B. dem Funk bzw. der Kommunikation zum Dach.
  • Auf dem Armaturenbrett befinden sich zwei Mikrofone: Eines für die Gegensprechanlage neben dem Dachmonitor (links), eines für den Lautsprecher im Blaulichtbalken.
  • Aus der Kabine heraus schaltbar: Die Umfeldbeleuchtung in der Dachblende des TLF.
  • Auch der Bereich vor dem heckseitigen Geräteraum wird von der Umfeldbeleuchtung ausgeleuchtet.
  • Über dem rückwärtigen Geräteraum befindet sich die Heckwarnanlage mit vier, synchron blitzenden, orangen LED-Leuchten.
  • Der Aufstieg zum Dach und der Dachbereich werden ebenso beleuchtet, wie das Fahrzeugumfeld.
  • Das TLF 20/40 voll beleuchtet: Im Einsatz sollte das Fahrzeug nicht übersehen werden.
  • Wie hinten in den Fahrzeugecken sind auch in der Front LEDs verbaut - zusätzlich zum Blaulichtbalken.
  • Zum Schluss: Das TLF 20/40 mit aufgerichtetem Schaumwerfer unter Alärmbedingungen.