Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12), DEL-2015

Löschgruppenfahrzeug (LF 1) der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt.Löschgruppenfahrzeuge sind Feuerwehrfahrzeuge für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung kleineren Umfangs. Mit dem mitgeführten Schlauchmaterial werden sie ebenso zur Förderung von Löschwasser eingesetzt.

Das LF 16/12 rückt aufgrund seiner Beladung im Regelfall  als erstes Löschgruppenfahrzeug nach dem TLF der FF Stadt aus (daher intern „LF 1“). Damit steht durch die umfangreiche Beladung mit Schlauchmaterial und zwei Kreiselpumpen einerseits eine leistungsfähige Komponente zur Förderung von Löschwasser zur Verfügung, andererseits bleibt bei kleineren Einsätzen somit ein universell einsetzbares Erstangriffsfahrzeug für Paralleleinsätze in Bereitschaft.

Die Beladung des Fahrzeuges wurde so ausgelegt, dass bereits vorhandene, teure technische Komponenten bei Ausfall eines anderen Fahrzeuges zeitnah auf das LF 1 umgeladen werden können. So steht der Ortsfeuerwehr und damit dem Bürger im Regelfall auch bei Ausfall anderer Fahrzeuge wieder schnell und sicher benötigtes Material zur Verfügung.

 

Fahrgestell: Iveco 140 E 24 W
   
Aufbau: Iveco Magirus Brandschutztechnik
   
Baujahr: 2002
   
Technische Daten: Allradantrieb
  240 PS Motorleistung
  zGG 14t
   
L x B x H: 8,40 x 2,50 x 3,20 Meter
   
Besatzung: 9 Personen: Löschgruppe
   
Pumpen: fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe FP 16/8
  mit einer Leistung von 1600 l/Min. bei 8 bar
  Tragkraftspritze TS 8/8
  mit einer Leistung von 800 l/Min. bei 8 bar
   
Schnellangriff: 50 Meter DN25-Schlauch mit Pistolenstrahlrohr
   
Löschmittel: • 1600 Liter Löschwasser
  • 120 Liter Mehrbereichschaummittel
  • 12 kg ABC-Löschpulver
   
Sonstiges: • 6 Pressluftatmer mit Atemanschlüssen
  • Stromerzeuger 8 kVA
  • Beleuchtungssatz, tragbar, und Lichtmast am Fahrzeugheck
  • Elektro-Trennschleifer
  • Rettungssäge Wimutec Adamant 2747-R
  • Motorkettensäge samt Zubehör
  • Überdrucklüfter mit Verbrennungsmotor
  • Schornsteinfegerwerkzeugsatz
  • Tauchpumpe (TP 8/1)
  • 2 Luftheber mit je 10t Hubkraft
  Schnelleinsatzzelt
  Klappleiter
  4-teilige Steckleiter
  3-teilige Schiebleiter
  Wärmeschutzkleidung Form 3 (2 Stück)
  • Wathosen (2 Stück)
 

 

  • Das Löschgruppenfahrzeug 2 der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt. Ein 14 Tonnen-Fahrgestell mit 240 PS.
  • Das Fahrzeug verfügt über einen 1600 Liter fassenden Löschwasserbehälter, fest eingebaute Pumpe mit einer Leistung von 1600 Litern pro Minute sowie eine tragbare Pumpe (TS) mit 800 Litern Nennleistung.
  • Die Farbgebung des LF 2 betont eine Dreischicht-Sonderlackierung in Tagesleuchtrot. Das 2002 gebaute LF ist das letzte Fahrzeug der FF Stadt, welches in dieser Lackierung beschafft wurde.
  • Zudem ist das Fahrzeug das erste in Delmenhorst, das eine externe Umfeldbeleuchtung bekam. Weitere Besonderheiten: 4 B-Abgänge an der Pumpe, fast 600 Meter B-Druckschlauch und diverse doppelte Armaturen.
  • Die Bordwandklappen vor den Geräteräumen 1 und 2 (vorne links und rechts) dienen ausgeklappt als Auftritte.
  • Geräteraum 1, Fahrerseite, beherbergt Gerät zur technischen Hilfeleistung: Lufthebesatz 2 x 10t, Elektro-Trennschleifer, Motorsäge mit Zubehör, Beleuchtungsgerät und Leitungstrommeln.
  • Die B-Schlauchtragekörbe im Geräteraum 1 sind in einer Wechselhalterung untergebracht. Entnimmt man die Körbe und den Rahmen, lässt sich hier ein hydraulischer Rettungssatz verlasten.
  • Hinter den Schlauchtragekörben ist in Geräteraum 1 daher auch eine Steckdose zum direkten Anschluss des Hydraulikaggregates vorhanden, mit dem Schere und Spreizer betrieben werden können.
  • Über den Tragekörben und somit rechts mittig in Geräteraum 1 ist eine Beleuchtungsgruppe verlastet: Zwei 1000W-Strahler, Aufnahmebrücke, Mini-Stativ zum Betrieb im Kasten und Zubehör in einer Tragebox.
  • Geräteraum G3 beherbergt 4 Pressluftatmer auf klappbaren Halterungen sowie 2 Fw-Äxte. Daneben ein Schnelleinsatzzelt. Bei Bedarf kann hier auch ein Sprungretter (gleiche Packmaße) untergebracht werden.
  • G5: Schnellangriffsverteiler, 5 C-Tragekörbe, Kurbeln für die Haspeln, Schachtabdeckungen, 2 C-Rollschläuche, 1 Schlauchpaket mit C-Hohlstrahlrohr, Rettungssäge, Notfalltasche und Wärmeschutzkleidung.
  • Bei der Rettungssäge im Kasten handelt es sich um eine Wimutec Adamant 2747-R, deren zwei gegenläufig rotierende Sägeblätter auch Metalle oder z.B. ICE-Fenster schneiden können.
  • Am Fahrzeugheck sind zwei Einpersonenhaspeln mit jeweils 5 B-Druckschläuchen angehängt.
  • Die Haspeln führen einen dritten Verteiler (links) sowie Standrohr, Unterflur- und Überflurhydrantenschlüssel (rechts) mit. Alles wichtige Material ist somit noch schneller verfügbar.
  • Sind die Haspeln abgenommen, kann deren Aufnahme beiseite geklappt werden. Danach kann die Aufstiegsleiter zum Dach heruntergeklappt werden und dem Maschinisten steht deutlich mehr Platz zur Verfügung.
  • Im Geräteraum GR befindet sich die Fahrzeugpumpe mit Steuerung der vier B-Abgänge. Auch lagern hier zwei Sammelstücke mit Absperrorgan, saugseitiges Zubehör für die Pumpe und ein Füllschlauch.
  • Der Maschinistenplatz: Links kann der Lichtmast gesteuert werden, daneben (mittig) die Pumpe. Rechts die Sprechstelle für 4m-Band-Funk. Ein 2m-Band-Funkgerät steht auch zur Verfügung (am Rand zu sehen).
  • Der am Fahrzeugheck angebrachte Lichtmast verfügt über zwei 1000 Watt-Strahler. Die Ausrichtung und Neigung der Scheinwerfer kann vom Maschinistenbedienstand aus elektronisch gesteuert werden.
  • Bei der Ausführung des Lichtmastes entschied man sich für einen Kurbelmast, da pneumatische Masten zum Beschaffungszeitpunkt den Ruf hatten, bei Kälte abzusacken. Die Kurbel am Mast ist fest angebracht.
  • Auf dem Dach ist zusätzlich zum Lichtmast und der vorhandenen Umfeldbeleuchtung auch beim LF 2 der obligatorische Arbeitsstellenscheinwerfer mit Fahrzeugstativ vorhanden.
  • Weiterhin lagern auf dem Dach ein Abgasschlauch (links außen), 4-teilige Steckleiter (Rettungshöhe bis zum 2. Obergeschoss) und 3-teilige Schiebleiter (3. OG, rechts).
  • Im Dachkasten links liegen 4 Schlauchbrücken, 3 Schuttmulden, diverses Räumgerät, Rüsthölzer, der Schornsteinfegerwerkzeugsatz (hinterer Kasten) samt Stangen sowie 4 Feuerpatschen.
  • Im Dachkasten rechts liegt eine Klappleiter zur Überwindung kleiner Höhenunterschiede (<1. OG), Ölbindemittel, 2 Wathosen, 2 zusätzliche Saugschläuche, 1 Einreißhaken und 1 Drahtseil samt Schäkeln.
  • An den Dachkästen befinden sich jeweils zwei Leuchten, die bei Dunkelheit den Dachbereich und die Dachkästen erhellen und so eine sichere Geräteentnahme ermöglichen.
  • In Geräteraum 6 befinden sich die Schnellangriffseinrichtung, diverse Strahlrohre, Material zur Schaumerzeugung, ein weiteres Standrohr samt Hydrantenschlüsseln sowie ein Schnellangriffsverteiler.
  • In Geräteraum 4 liegen 8 gerollte B-Druckschläuche, ein Überdrucklüfter, Tauchpumpe TP 8/1, ein Elektro-Werkzeugkasten sowie ein Kombi-Schaumrohr und der Zumischer.
  • In Geräteraum 2 finden sich 7 Saugschläuche (+ 2 auf dem Dach), saugseitiges Zubehör für die hier gelagerte Tragkraftspritze, ein Stromerzeuger und Kleinlöschgeräte.
  • Die Tragkraftspritze leistet mindestens 800 Liter pro Minute. Sie ist verlastet, da dieses LF neben dem Erstangriff auch als Wasserversorger konzipiert wurde. Daher doppelte Armaturen und viele Schläuche.
  • Die relativ hoch gelagerte Tragkraftspritze wiegt inklusive Starterbatterie, Benzin und Öl etwa 190 Kilogramm. Um sie leichter entnehmen zu können, kann der Schlitten pneumatisch abgesenkt werden.
  • Für eine dauerhaft gewährleistete Einsatzbereitschaft der Starterbatterie, wird auch die Tragkraftspritze im Fahrzeug geladen. Vor der Entnahme muss somit die Steckerverbindung getrennt werden.
  • Unter der Tragkraftspritze lagert der 8 kVA-Stromerzeuger. Dahinter ein passender Abgasschlauch (wie unter der TS) und der Anschluss für den Lichtmast. Links daneben Kübelspritze und ABC-Pulverlöscher.
  • In den als Auftritt ausgelegten Bordwandklappen sind Blinkleuchten eingesetzt. Werden die Tritte ausgeklappt, schalten sie sich automatisch ein und warnen vor dem Hindernis.
  • Sicherheitshalber beleuchtet werden auch die Ein- und Ausstiege der Mannschaftskabine.
  • Ein Blick in die Kabine. In den Türen lagern die (zum Fahrgestell gehörenden) Warnleuchten und Warndreiecke. Viele große Griffe ermöglichen sicheres Ein- und Aussteigen.
  • Die hintere Sitzreihe in der Kabine bietet Platz für vier Personen. An der Rückwand hängen einige Beutel mit Feuerwehrleinen für die Mannschaft.
  • Gegenüber der Vierersitzbank sind drei Sitze angeordnet. In den äußeren beiden Sitzen sind Pressluftatmer zum Anlegen während der Fahrt integriert. So kann der Angriffstrupp bereits ausgerüstet aussteigen.
  • Neben den Sitzen liegt weitere Ausrüstung bereit. Hier z.B. mehrere Handscheinwerfer und eines der 2m-Band-Funkgeräte mit Handmonophon. Am Pressluftatmer ist ein Totmannwarner zu erkennen (gelb).
  • Aussen an der Kabine sorgen große Fensterflächen und mehrere Spiegel für eine gute Rundumsicht.
  • Der Platz des Gruppenführers: Die Kennzeichnungsweste 11-24 hängt über dem Sitz. Anhaltestab, Funkgeräte (links unten und rechts), Atemschutzüberwachungstafel und weiteres Material sind in Griffweite.
  • Direkt vor dem Gruppenführerplatz befindet sich links der Funkhörer mit FMS-Geber (FMS = Fahrzeugmeldesystem) samt Status-Übersicht. Ein Nothammer ist daneben angebracht.
  • Ein Blick auf den Einstieg zum Maschinistenplatz. Auch hier ist die beleuchtete Trittstufe erkennbar. Druckluft- und Stromeinspeisung befinden sich neben der Tritt-Leuchte.
  • Die Armaturen vor dem Maschinisten sind übersichtlich angeordnet. Schalter für Sondersignale, Umfeldbeleuchtung und Co. finden sich rechts außerhalb des Bildrandes im mittleren Teil des Armaturenbretts.
  • Mittig in der Frontscheibe sind Funkrufname, Fahrzeughöhe, -breite und Gesamtgewicht ablesbar. Im Vordergrund ist die großflächige und weitestgehend blendfreie Innenraumbeleuchtung erkennbar.
  • Besonders im Nahbereich des Fahrzeugs sorgt die Umfeldbeleuchtung für eine gute Ausleuchtung. Sie ist aus der Kabine heraus schaltbar, sobald die Feststellbremse angezogen worden ist.
  • Über dem Maschinistenbedienstand am Heck sorgt ein weiterer Scheinwerfer für Licht.
  • Mit einer umfangreichen Geräteraumbeleuchtung, diversen Innen- und Aussenleuchten, Arbeitsstellenscheinwerfer und Lichtmast sowie einer tragbaren Beleuchtungsgruppe wird im Einsatz die Nacht zum Tag.
  • Auch die Sondersignalanlage fällt auf: Nach vorn gerichtet sind je zwei Frontblitzer mit Stroboskop-Doppelblitztechnik und Doppelblitz-Kennleuchten vorhanden. Pressluft-Martinshorn sorgt für gute Akustik.
  • Zur Heckabsicherung ist neben der Beleuchtung und Warnblinker ebenfalls eine Doppelblitz-Kennleuchte installiert. So sollte das LF 2 auch von Weitem gut zu sehen sein.