Wechselladerfahrzeug (WLF), DEL-220

Wechselladerfahrzeug (WLF) der Feuerwehr DelmenhorstWechselladerfahrzeuge sind Nachschubfahrzeuge mit einer Wechselladeeinrichtung zum Transport verschiedener Abrollbehälter. Seltener benötigte, spezielle Einsatzmittel können durch diese Technik kostengünstig vorgehalten werden, da auf mehrere Abrollbehälter je ein Fahrzeug kommt. Das System geht allerdings nur dann auf, wenn für ein vorhandenes Trägerfahrzeug auch mindestens ein Ersatzfahrzeug vorhanden ist.

Die Besonderheit bei diesem Wechselladerfahrzeug ist der Allradantrieb, mit dem auch schwierige Straßenverhältnisse meist kein Hindernis mehr darstellen.
 
Fahrgestell: Magirus-Deutz 232 D 15 FAK
   
Aufbau: F.X. Meiller
   
Hakensystem: Typ 10004, max. Belastung 12.000kg
   
Baujahr: 1981
   
Technische Daten: Allradantrieb
  232 PS Motorleistung
  zGG 16t
   
L x B x H: 7,40 x 2,50 x 3,30 Meter
   
Besatzung: 3 Personen: Löschtrupp
   
Sonstiges: • Auspuffanlage für den Transport von brennbaren Stoffen ausgelegt
 

 

  • Das erste Wechselladerfahrzeug der Feuerwehr Delmenhorst, Baujahr: 1981.
  • Das Fahrzeug, ein Magirus-Deutz-Frontlenker vom Typ 232 D 15 FAK, besitzt ein Allrad-Fahrgestell. Ungewöhnlich für Wechselladerfahrzeuge.
  • Weitere Besonderheit: Eine nach vorn verlegte Auspuffanlage. Das WLF war somit nach VbF (Verordnung über brennbare Flüssigkeiten) zum Transport von Gefahrgütern geeignet.
  • Hier noch einmal deutlich sichtbar: Brennbare Flüssigkeiten als Ladung konnten nicht mit heißen Teilen der Auspuffanlage in Berührung kommen. Gut sichtbar auch die Höhe des Allradfahrgestells.
  • Ebenso wie bei den moderneren Wechselladerfahrzeugen befindet sich die Steuerung für die Hakenanlage direkt neben dem Fahrersitz an der Tür.
  • Der Blick vom Fahrersitz nach vorn auf die Bedienelemente des Maschinisten am Armaturenbrett.
  • Armaturenbrett, Mitte: Oben die Steuerung für die Sondersignalanlage, darunter das Funkgerät mit FMS-Hörer. Der Kasten unterhalb des Funkgeräts schaltet den Hörer auf den Außenlautsprecher um.
  • Zwischen Fahrersitz und der Zweiersitzbank für den mitfahrenden Trupp befindet sich die Schaltung für das Differentialgetriebe der Hinterachse.
  • In der Frontscheibe finden sich Funkrufname, Fahrzeughöhe, -breite und zulässiges Gesamtgewicht wieder. Davor ein Lautsprecher für den Fahrzeugfunk.
  • An der Kabinenrückwand findet sich eine übersicht über die Funkrufnamen der Feuerwehrfahrzeuge der Stadt.
  • Hinter der Kabine findet sich der Aufbau der Firma Meiller mit Kontrolle für den Ölstand. Hier sind auch die Sicherheitshinweise zum Kippen des Fahrerhauses angebracht.
  • Das Hakensystem vom Typ Meiller 10004 ist für eine maximale Belastung von 12 Tonnen ausgelegt. Bei Dunkelheit kann der Arbeitsbereich mit einem Scheinwerfer beleuchtet werden.
  • Fahrerseitig wird unter einer Abdeckung am Aufbau ein Feuerlöscher mitgeführt.
  • Das Wechselladerfahrzeug ist mit dem Hakensystem für den Transport verschiedener Behälter geeignet. Auch Abrollbehälter von anderen Feuerwehren oder Firmen können bei Bedarf transportiert werden.
  • Die Behälter werden vom Hakensystem über diese Rollen am Heck auf das Fahrzeug gezogen. Weiterhin kann das WLF natürlich auch als Zugfahrzeug für Anhänger eingesetzt werden.
  • Keine umfangreiche Beladung: Das Wechselladerfahrzeug dient vorwiegend Transportzwecken. Erst mit entsprechenden Abrollbehältern und dem nötigen Bedienpersonal entwickelt es seine volle Einsatzkraft.
  • Unauffällig: Die Unterlegkeile des Wechselladerfahrzeugs sind, wie die Kotflügel, in weiß lackiert.
  • Ebenfalls weiß ist die Dachkennung des WLF. Mit ihr kann das Fahrzeug im Einsatz z.B. auch vom Hubschrauber aus angesprochen und dirigiert werden. Davor zu sehen (links) der Außenlautsprecher.
  • Die Sondersignalanlage des Wechselladerfahrzeugs besteht aus zwei blauen Drehspiegelkennleuchten und lautstarkem Pressluft-Martinshorn. Frontblitzer gibt es keine.
  • Ohne Abrollbehälter ist die Sondersignalanlage des WLF auch von hinten aus gut zu sehen. Mit einem aufgesattelten Abrollbehälter wird sie verdeckt, so dass eine zusätzliche Absicherung notwendig wird.