Wechselladerfahrzeug (WLF), DEL-230

Wechselladerfahrzeug (WLF) der Feuerwehr DelmenhorstWechselladerfahrzeuge sind Nachschubfahrzeuge mit einer Wechselladeeinrichtung zum Transport verschiedener Abrollbehälter. Seltener benötigte, spezielle Einsatzmittel können durch diese Technik kostengünstig vorgehalten werden, da auf mehrere Abrollbehälter je ein Fahrzeug kommt. Das System geht allerdings nur dann auf, wenn für ein vorhandenes Trägerfahrzeug auch mindestens ein Ersatzfahrzeug vorhanden ist.

Dieses Wechselladerfahrzeug verfügt über einen Kran mit integrierter Seilwinde. Mit ihm lassen sich z.B. mitgeführte Abrollbehälter entladen und Lasten sichern, anheben oder absenken.
 
Fahrgestell: Iveco 180 E 27
   
Aufbau: Ellermann GmbH, Delmenhorst
   
Hakensystem: Typ HL 19.55, zul. Belastung 12.000kg
   
Baujahr: 2000
   
Technische Daten: Straßenantrieb
  270 PS Motorleistung
  zGG 18t
   
L x B x H: 8,30 x 2,50 x 3,50 Meter
   
Besatzung: 3 Personen: Löschtrupp
   
Sonstiges: • Tirre-Kran Typ EURO 81: Kranleistung 8 mt, maximale Ausladung 8,8m
 

 

  • Das Wechselladerfahrzeug 2 der Feuerwehr Delmenhorst. Ein Iveco 180 E 27 mit 270 PS.
  • Das WLF wurde im Jahr 2000 gebaut. Es ist das zweite Fahrzeug dieser Art, das in der Stadt angeschafft wurde.
  • Die Besonderheit des WLF 2 ist ein Kran des Typs Tirre Euro 81, der hinter der Kabine installiert ist.
  • Um Lasten sicher bewegen zu können, wird das Wechselladerfahrzeug für Kranarbeiten mit zwei seitlichen Abstützungen gesichert. Kranarbeiten ohne ausgefahrene Stützen sind nicht zulässig.
  • Der Kran hat eine maximale Ausladung von 8,8 Metern. Er hebt in diesem Zustand noch immer 825kg. Bei Arbeiten mit einer Ausladung von 3,6 Metern (nicht teleskopiert) können 2400kg gehoben werden.
  • Eine weitere Besonderheit, diesmal am Kran selbst, ist eine Seilwinde am Ausleger.
  • Beidseitig am Wechselladerfahrzeug sind Bedienstände vorhanden, mit denen Kran und Winde gesteuert werden können. Hier ist der Bedienstand auf der Beifahrerseite zu sehen. Rechts: Sicherheitshinweise.
  • Auch am Kran selbst befinden sich Sicherheitshinweise. Die Kenntnis von Bedienungsanleitung und geltenden Vorschriften wird in Delmenhorst in einem Sonderlehrgang für Wechselladerfahrzeuge vermittelt.
  • Das WLF im abgestützten Zustand: Eine der Stützen hat jeweils eine Stützlast von 60 Kilonewton - etwa 6 Tonnen.
  • Die Hydraulik des Wechselladerfahrzeuges: Am Aufbau ist dieses Ventil angebracht, mit dem zwischen Kran- und Hakenbetrieb für das Wechselladesystem umgestellt werden kann.
  • Der Arbeitsbereich für Kranbetrieb und Hakensystem wird durch zwei Arbeitsscheinwerfer (oberhalb des Krans an der Kabine) auch in der Dämmerung oder bei völliger Dunkelheit beleuchtet.
  • Mit dem Ladekran kann beispielsweise auch der feuerwehreigene Abrollbehälter Pritsche be- und entladen werden.
  • Heckseitig ist ein Unterfahrschutz am Wechselladerfahrzeug angebaut.
  • Auch seitlich ist das WLF gegen Unterfahren gesichert. Zusätzlich sind in diesem Bereich Staukästen verbaut worden.
  • Im Staukasten auf der Beifahrerseite ist beispielsweise ein Netz zur Ladungssicherung bei Fahrten mit dem Abrollbehälter Pritsche vorhanden. Auch Hebegurte für den Kraneinsatz lagern hier.
  • Direkt neben dem Staukasten sind auf der Beifahrerseite Unterlegkeile sowie ein Feuerlöscher angebracht.
  • Durch große Außenspiegel ist der Bereich um das WLF herum für den Maschinisten gut einsehbar.
  • Eine Konturmarkierung an der Kabine sowie zusätzliche, reflektierende Teile an Abstützungen und dem hinteren Unterfahrschutz lassen das WLF auch bei Dunkelheit zusätzlich besser erkennen.
  • Auch der vordere Schriftzug Feuerwehr und die Türbeschriftungen sind reflektierend. Nach vorn sind zudem blaue Frontblitzer zur Warnung des vorausfahrenden Verkehrs vorhanden.
  • Der Einstieg zum Fahrersitz: Hier befindet sich nicht nur die Sitzverstellung für den Maschinisten, sondern auch die Steuerung vom Hakensystems des Wechselladerfahrzeugs.
  • Draufsicht der Steuerung: Der innere Hebel (zum Sitz hin) bewegt den Schubarm des Hakensystems vor und zurück, der außen liegende Hebel fährt den Hauptarm des Systems auf und ab.
  • Bedienelemente des Maschinisten vor dem Fahrersitz.
  • Die Mittelkonsole beherbergt das Funkgerät mit FMS-Funkhörer (FMS = FunkMeldeSystem) sowie Schalter für das Arbeitslicht, die Sondersignale und natürlich den Warnblinker.
  • Rechts, vor dem Platz des Fahrzeugführers, sind Übersichten für Funkmeldestatus und Funkrufnamen der Feuerwehr Delmenhorst angebracht. Gut zu sehen auch die großen Außenspiegel.
  • In der Frontscheibe ist der Funkrufname von innen und außen gut lesbar angebracht. Außerdem zu sehen ist der Hinweis auf den Geschwindigkeitsbegrenzer bei 85 km/h.
  • Noch einmal der Blick auf die Fahrerseite des Wechselladerfahrzeugs mit AB-Pritsche, Unterfahrschutz...
  • ...und dem Staukasten der Fahrerseite, in dem Spanngurte zur Ladungssicherung beim AB-Pritsche bereit liegen.
  • Das Wechselladerfahrzeug unter Alarmbedingungen: Doppelblitzkennleuchten auf dem Dach, Frontblitzer und Preßluft-Martinshorn warnen den stehenden und fließenden Verkehr bei Alarmfahrten.