Wechselladerfahrzeug (WLF), DEL-FW 23

Wechselladerfahrzeug (WLF) der Feuerwehr DelmenhorstWechselladerfahrzeuge sind Nachschubfahrzeuge mit einer Wechselladeeinrichtung zum Transport verschiedener Abrollbehälter. Seltener benötigte, spezielle Einsatzmittel können durch diese Technik kostengünstig vorgehalten werden, da auf mehrere Abrollbehälter je ein Fahrzeug kommt. Das System geht allerdings nur dann auf, wenn für ein vorhandenes Trägerfahrzeug auch mindestens ein Ersatzfahrzeug vorhanden ist.

Bei diesem Wechselladerfahrzeug handelt es sich um den ersten Dreiachser der Feuerwehr Delmenhorst. Die Nachlaufachse ist liftbar und verfügt über Single-Bereifung.

Das Fahrzeug ist länger als die bisherigen Wechselladerfahrzeuge und kann somit auch längere Abrollbehälter aufnehmen, ohne dass diese über das Fahrzeug hinausragen. Zur heckseitigen Absicherung im Einsatz wurde über der linken Rückleuchte eine LED-Kennleuchte installiert.
 
Fahrgestell: Iveco Stralis 360
   
Aufbau: Ellermann GmbH, Delmenhorst
   
Hakensystem: Typ HL 26.65, zul. Belastung 20.000kg
   
Baujahr: 2007
   
Technische Daten: Allradantrieb
  360 PS Motorleistung
  zGG 26t
   
L x B x H: 8,45 x 2,50 x 3,30 Meter
   
Besatzung: 3 Personen: Löschtrupp
   
Sonstiges: • liftbare Nachlaufachse
  • LED-Blaulicht zur Heckabsicherung
 

 

  • Das erste dreiachsige Wechselladerfahrzeug der Feuerwehr Delmenhorst. Funkrufname: 10-86.
  • Das ActiveDay-Fahrerhaus des Iveco Stralis 360 ist besonders für Kurzstrecken, wie beim innerstädtischen Einsatz der Feuerwehr meist üblich, ausgelegt. Das Fahrzeug ist dadurch kürzer und wendiger.
  • Am gesamten Fahrzeug ist eine reflektierende Konturmarkierung angebracht. (Silber-weißer Streifen)
  • Das Hakensystem, zur Aufnahme von Abrollbehältern, wurde von der Delmenhorster Firma Ellermann aufgebaut.
  • Mit dem, aus Haupt- und Schubarm bestehenden, Hakensystem werden die Abrollbehälter angehoben und auf das Fahrzeug gezogen.
  • Beim Auf- und Abladen gleiten die Container dabei über diese Rollen am Heck des Fahrzeugs.
  • Eine Sicherung verhindert ungewollte Bewegungen der aufgesattelten Abrollbehälter auf dem Fahrzeug.
  • Wichtiger Hinweis: Der Aufenthalt im Gefahrenbereich (direkt hinter dem Fahrzeug) ist beim Auf- und Absatteln der Abrollbehälter verboten.
  • Bilderstrecke: Das Aufsatteln eines Abrollbehälters. Zuerst wird der stehende Abrollbehälter an den Haken genommen.
  • Anschließend hebt das Hakensystem den Abrollbehälter langsam an...
  • Anhand dieser Bilder wird deutlich, dass die Einbauten der Abrollbehälter gut gesichert sein müssen.
  • Über die Rollen am Heck des Abrollbehälters wird dieser ans WLF herangezogen, während das Hakensystem den Container auf das Fahrzeug hebt.
  • Bei entsprechend weit fortgeschrittenem Ladevorgang hebt der Abrollbehälter vom Boden ab...
  • ...und gleitet nun weiter über die Rollen am Heck des WLF in seine vorbestimmte Endposition.
  • Ist der Abrollbehälter in seiner Endposition angelangt, wird die Sicherung aktiviert. Der Container ist nun fest verladen. Das Absatteln des Abrollbehälters erfolgt genau in umgekehrter Reihenfolge.
  • Nach dem Aufsatteln ist das Wechselladerfahrzeug sofort fahrbereit und kann Ausrücken. Zur Heckabsicherung im Einsatz ist über dem Kennzeichen eine blaue LED-Blitzleuchte installiert.
  • Seitlich und hinten verhindert ein Unterfahrschutz, dass bei einem Unfall Personen oder Fahrzeuge unters WLF geraten können.
  • 8,45 Meter lang, drei Achsen, 26 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht: Das Wechselladerfahrzeug erbringt stattliche Zahlen.
  • Vier Stufen führen hinauf in die Kabine, die einer Besatzung von insgesamt drei Feuerwehrleuten Platz bietet.
  • Ebenso wie die Konturmarkierung und die seitliche Beschriftung ist auch der Schriftzug Feuerwehr vorn reflektierend.
  • Mit der Reflexbeklebung, seinen zahlreichen Scheinwerfern, Warn- und Positionslichtern sowie der Sondersignalanlage ist das WLF auch bei Dunkelheit immer gut zu erkennen.
  • Der Seitenblick in die Kabine mit der erhöhten Sitzposition des WLF-Maschinisten und vierstufigem Einstieg.
  • Direkt neben dem Fahrersitz ist eine Kabelfernsteuerung angebracht, mit der die liftbare Nachlaufachse gesteuert wird.
  • Draufsicht der Steuerung vom Hakensystem. Hier werden Hauptarm, Schubarm und Verriegelung gesteuert. Der gelbe Knopf in Verbindung mit dem Hauptarm-Taster ist der Schnellgang zum Absetzen leerer Behälter.
  • Der Arbeitsplatz des Maschinisten mit allen für ihn wichtigen Bedienelementen.
  • Das Iveco-Multifunktionsdisplay des Wechselladerfahrzeugs zeigt alle wichtigen Informationen in Farbe an.
  • Das Wechselladerfahrzeug verfügt über eine Automatik-Schaltung, die Bedienknöpfe finden sich rechts vor dem Lenkrad.
  • Die Mittelkonsole im Armaturenbrett: Lüftung, Ablage und verschiedene Bedienelemente. Links zu sehen: Der FMS-Handapparat (FMS = FunkMeldeSystem) des Funkgerätes.
  • Die Schalter der Mittelablage in der Nahansicht: Links befinden sich Schalter für den Nebenantrieb, mittig sind z.B. Blaulicht-Taster, rechts Schalter für Martinshorn und Arbeitsscheinwerfer außen.
  • In der Frontscheibe ist der von innen und außen lesbare Funkrufname zu sehen. Darüber befindet sich ein Hinweis auf den Geschwindigkeitsbegrenzer, der bei 90 Stundenkilometern anschlägt.
  • Im Sommer eine Wohltat ist die Dachluke, die im Kabinendach eingelassen ist.
  • Die Rückseite der Kabine mit den Arbeitsscheinwerfern, die bei Dunkelheit den Ladebereich großflächig ausleuchten.
  • Der massive Unterfahrschutz ist im unteren Bereich, zu beiden Fahrzeugseiten hin, vorhanden.
  • Die Verbindungssteckdose für Strom und Licht: Hier können Wechselladerfahrzeug und Abrollbehälter miteinander verbunden werden. Wird z.B. im WLF der Blinker gesetzt, blinkt er auch am Abrollbehälter.
  • Das Wechselladerfahrzeug verfügt auf der Fahrerseite über eine 2-polige Starthilfe-Steckdose.
  • Fahrerseitig hinter dem Unterfahrschutz gelagert sind zwei Unterlegkeile sowie ein Pulverfeuerlöscher.
  • Die doppelte Hinterachse: Die hintere, als Nachlaufachse ausgeführte, Achse ermöglicht größere Lastaufnahme und kann aus der Kabine heraus bedient werden. Geliftet ist der Wendekreis kleiner.
  • Die Steuerungsleitung am Heck: Hier kann auch ein Anhänger mit eigenem Aufbau angeschlossen werden.
  • Die Sondersignalanlage des Wechselladerfahrzeugs besteht aus zwei Doppelblitzkennleuchten auf dem Dach, zwei Frontblitzern und einem LED-Heckblaulicht sowie verdeckt eingebautem Pressluft-Martinshorn.