Funkmeldeempfänger

Funkmeldeempfänger

Bereits seit vielen Jahren sind Funkmeldeempfänger bei der Freiwilligen Feuerwehr Delmenhorst-Stadt in Gebrauch, um die Einsatzkräfte bei Einsätzen zu alarmieren. Mittlerweile wurde mit einer neuen Meldergeneration die digitale Alarmierung eingeführt. Auf dem Meldeempfänger erscheint für die alarmierte Einheit der Alarm als Text. Dabei werden in der Regel folgende Informationen angezeigt:

  • Uhrzeit und Datum
  • alarmierte Einheit
  • Alarmstichwort
  • Einsatzort

Die Infos werden verschlüsselt gesendet, so dass sie nur vom betreffenden Feuerwehrangehörigen auf seinem Melder gelesen werden können. Verlorene oder gestohlene Melder können jederzeit gesperrt werden: Sie erhalten dann keinen Alarm mehr, während alle anderen Einsatzkräfte weiter alarmiert werden können.

 

Die Vorgängergenerationen wurden bis Dezember 2010 eingesetzt. Dabei war noch ein großer Teil an Funkmeldeempfängern des Typs Motorola Pageboy II vorhanden. Der Melder wurde lange Zeit mit großem Erfolg eingesetzt, wenn er auch nur durch einen Signalton und eine Sprachdurchsage des diensthabenden Leitstellendisponenten alarmierte. In der Ladestation hatte der Feuerwehrmann dann zumindest eine rote Alarmleuchte, die ansprach, wenn der Funkmelder in der Station auslöste. So konnte man zumindest sehen, wenn man einen Alarm nicht gehört hatte. Schon beim Pageboy gab es die Möglichkeit der selektiven Alarmierung, indem verschiedene Alarmschleifen ausgegeben wurden. Ein Melder konnte jedoch nur einer Alarmschleife oder einer Gruppe zugeordnet werden und löste bei Auslösen der Alarmschleife immer aus.

 

Die Nachfolgegeneration (ab Ende der 90er Jahre) hatte da schon etwas mehr zu bieten: Die Melder des Typs Skyfire 4s lösten durch Aussenden einer 5-Ton-Folge mit Signalton und Alarm-LED aus. Ein Vibrationsalarm konnte programmiert und zugeschaltet werden. Zudem waren mehrere Alarmgruppen separat durch einen Melder erreichbar. Die angesprochene Meldergruppe wurde durch Ziffern in einem kleinen Display dargestellt. Wurde nur ein Löschzug oder die Besatzung eines bestimmten Fahrzeugs benötigt, konnte ein kleinerer Teil der Ortswehr alarmiert werden - mit nur einem Melder konnten nun mehrere Alarmschleifen getrennt voneinander angesprochen werden. Und auch in der Ladestation zuhause wurde ein versäumter Alarm durch eine (nun sogar blinkende) rote Leuchte angezeigt.

 

Mit den digitalen Meldeempfängern des Typs Swissphone BOSS 910 kam nun nicht mehr viel Neues dazu, allerdings wurde die Alarmierung abhörsicher. Die Melder besitzen nun ein blinkendes Display statt extra LEDs, alarmieren mit Signalton und Vibrationsalarm. Schaltbar sind zudem auch, wie allerdings bereits beim Skyfire 4s, lauter Alarm, diskreter Alarm (leiser Piepton) und stummer Alarm (nur Vibration und blinkendes Display). Auch hier lassen sich einzelne Meldergruppen ansprechen, um gezielt benötigte Kräfte zu alarmieren. Und die größte Veränderung: Der Alarm erscheint als Text, es gibt keine Alarmdurchsage mehr.

 

  • Motorola Pageboy II: Standardmelder bis in die 90er
  • Motorola Skyfire 4s: Vibrationsalarm, Display und LED zur Durchsage.
  • Swissphone BOSS 910: Digitale Alarmierung mit Text und Alarmzeit.